Teure Treue: Nutzer veralteter Mobilfunkverträge zahlen mehr

Frau mit Smartphone (Bild: Shutterstock/Robert Neumann)

Laut der Bundesnetzagentur gibt es in Deutschland mehr als 131 Millionen Mobilfunkverträge. Von ihnen zahlt rund Drittel zu viel, weil ihr Vertrag veraltet ist. Wer wechseln will, sollte es jetzt tun.

Wie das Verbraucherportal FinanzTip in einer Studie herausgefunden hat, haben 29 Prozent der Handynutzer hierzulande einen Mobilfunkvertrag, der älter als drei Jahre und damit viele zu teuer ist. Während man heute Allnet-Flat und attraktives Datenvolumen schon für weniger als zehn Euro kriegt, greifen Nutzer mit älteren Verträgen deutlich tiefer in die Tasche. „Ein Musterkunde, der vor drei Jahren einen ähnlichen Vertrag abgeschlossen hat, zahlt mehr als doppelt so viel“, erklärt Daniel Pöhler, Mobilfunk-Experte bei FinanzTip.

Vor allem ältere Kunden bleiben ihren Mobilfunkverträgen treu. Laut der Untersuchung haben von den Über-60-Jährigen 59 Prozent einen Vertrag, der älter als zwei Jahre ist. Ihnen empfiehlt Pöhler einen Vertragswechsel, durch den sie einiges an Geld sparen könnten. „Verträge, die älter als zwei Jahre sind, sollten sich Verbraucher unbedingt genauer anschauen und Konditionen vergleichen. Es lohnt sich, selbst aktiv zu werden“, so der Experte. Denn die meisten Mobilfunkanbieter würden erst ein günstigeres Angebot, wenn der Kunde kündigt oder zumindest mit der Kündigung droht.

Preise im Keller, jetzt handeln

Wer wechseln und damit sparen will, sollte nicht lange zögern. Denn die Preise für die Mobilfunkverträge dürften derzeit einen Tiefstand erreicht haben, wie auch Pöhler anmerkt: „In den vergangenen zehn Jahren sind die Preise im Mobilfunk durch sehr aggressive Anbieter wie E-Plus oder Drillisch immer weiter gesunken. Doch die Talsohle ist wohl erreicht. Vermutlich werden die Preise nicht weiter sinken. Sie können sogar etwas steigen“, so der Experte.

Die Gründe für einen möglichen Preisanstieg liegen zum einen in der Abschaffung der Roaming-Gebühren, wodurch die Mobilfunkanbieter die zusätzlichen Kosten auf die Kunden umlegen. Zum anderen könnte der Preis infolge mehrerer Übernahmen preisgünstiger Anbieter steigen.

Tags :Quellen:FinanzTip

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