Internet der Dinge: Europäische IT-Firmen mutiger als US-Konkurrenz?

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Wer glaubt, dass im Technologiebereich "Internet der Dinge" Tech-Größen wie Apple, Microsoft, Google, Amazon und Co. die Nase vorn haben, liegt sicher nicht falsch. Doch sollten sich die Giganten des digitalen Zeitalters vorsehen, ihre Konkurrenten aus Europa haben sich nicht nur in Stellung gebracht. Laut einer Studie der Beraterfirma Bain & Company stehen die Europäer sogar kurz davor, ihnen den Rang abzulaufen.

Für die Untersuchung „Finding Europe’s Edge in the Internet of Things“ hat Bain & Company weltweit über 500 Führungskräfte in unterschiedlichen Branchen befragt. Das Ergebnis: Europäische IT-Firmen seien „aus der Experimentierphase bereits heraus“ und machten das Internet der Dinge „für ihre Kunden nutzbar“, wie es in einer Presseerklärung heißt.

Demnach haben von den befragten Führungskräften 27 Prozent angegeben, an IoT-Anwendungen zu arbeiten oder diese bereits umgesetzt zu haben. In den USA lag der Anteil bei 18 Prozent. Dabei, so die Erkenntnis der Studienleiter, würden sich die Europäer vor allem im industriellen und gewerblichen Bereich „ehrgeiziger und optimistischer“ zeigen als ihre US-amerikanischen Kollegen.

Neben verstärkter Investition in den Bereich „Internet der Dinge“ könnten sich europäische Firmen ferner auf „traditionelle Stärken in puncto Neuentwicklung, Präzision und Qualität“ aber auch das erhöhte Sicherheitsbewusstsein verlassen.

Vor allem der Aspekt Sicherheit würde den Europäern im Zeitalter von Hacker-Angriffen und systemisch gesteuerten Meinungsmanipulation durch Fake-News und Social Bots etwa gegenüber der US-Konkurrenz einen entscheidenden Vorteil verschaffen, so die Studienleiter. Diese Haltung zeigt sich auch bei ihren Kunden. Laut der Untersuchung sind Sicherheitsbedenken für 39 Prozent Europäer ein Hindernisgrund für die Nutzung von smarten Geräten. In den USA haben lediglich 27 Prozent sicherheitsbezogene Vorbehalte.

„Das Bewusstsein für sicherheitsrelevante Fragen kann zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil für europäische Unternehmen werden“, sagt Michael Schertler, Bain-Partner und Co-Autor der Studie. „Es eröffnet ihnen die Chance, kostengünstige Lösungen für ein breites Spektrum an Regularien zu entwickeln und damit sicherheitsbewusste Kunden weltweit zu überzeugen.“

Bloß nicht auf den Lorbeeren ausruhen!

Doch die Unternehmen sollten sich nicht auf ihren Vorsprüngen ausruhen. Die Konkurrenz schläft nicht, schnell kann sich auf dem hartumkämpften „IoT“-Markt der Wind drehen. Um die Gefahr des Vorsprungverlustes zu bannen, sollten Tech-Firmen die Kunden weltweit für das Internet der Dinge sensibilisieren und ihnen die Möglichkeiten dieser Zukunftstechnologie aufzeigen, so Bain & Company weiter. Aber auch und vor allem durch die kontinuierliche Arbeit an neuen Produkten und Dienstleistungen hätten europäische Unternehmen eine Aussicht „auf eine kontinuierliche Technologieführerschaft“.

Tags :Quellen:Bain & CompanyPresseportal

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