Diese Straßenbahn fährt ohne Schienen

(Bild: CRRC) Straßenbahn

Ein chinesisches Unternehmen hat eine Straßenbahn entwickelt, die weder Oberleitung noch Schiene benötigt. Stattdessen fährt das Verkehrsmittel mit Akku. Und folgt einer simplen Bodenmarkierung.

Manche, insbesondere kleinere Städte, können sich eine herkömmliche Straßenbahn nicht leisten. Fallen die Kosten für ein Schienennetz sowie eine Oberleitung hingegen weg, könnte das Transportsystem häufiger eingesetzt werden.

Ein solches selbstfahrendes Vehikel hat das chinesische Unternehmen CRRC Zhuzhou vorgestellt. Der Autonomous Rail Rapid Transit (ART) fährt wie eine Straßenbahn eine eindeutig vorgegebene Strecke. Allerdings auf Gummireifen, nicht auf Schienen. Sensoren sorgen dafür, dass sich die Bahn weitestgehend autonom an Markierungen, unter anderem gestrichelte Linien auf der Straße, orientiert. Das ist natürlich deutlich günstiger, als Schienen in den Asphalt zu integrieren.

Smarte Straßenbahn: 25 Kilometer Reichweite nach zehn Minuten laden

Dank eingebauter Akkus braucht ART auch keine Oberleitung. Eine Ladung reicht dabei für eine Strecke von bis zu 40 km. Die drei Zugteile, die jeweils etwa zehn Meter lang sind, transportieren dabei insgesamt 307 Passagiere mit einer Spitzengeschwindigkeit von 70 km/h. Auch eine 50 Meter lange Version wird es geben. Darin sollen bis zu 500 Passagiere Platz finden.

CRRC wird als erstes eine 6,5 km lange Strecke im chinesischen Zhuzhou mit ART ausstatten und nächstes Jahr in Betrieb nehmen.

Tags :Via:heise.deBildquelle :CRRC
  1. In der Schweiz gibt es bereits seit vielen Jahren,
    E- Bus Systeme die während des Haltens auf den Haltestellen kabelos via induktive Energieübertragung nachladen.
    Statt Akkus werden sogenannte Superkondensatoren verwendet.
    Vorteile: Aufladung in wenigen Sekunden, und ca. 1 000 000 Ladezyklen.
    Nachteile: Geringere Kapazität, so das die Ladung nur für 1 bis 2 Haltestellen ausreicht.
    Man könnte dieses Konzept auch in diesen China Fahrzeug nutzen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Superkondensator#Vergleich_mit_anderen_Technologien

    Die Schweizer Fahrzeuge werden ohne Leit- Linien wie ein Bus durch einen Fahrer gelenkt.
    Aber spätestens wenn selbstfahrende Fahrzeuge zu Ende entwickelt und zugelassen werden, wird man weder solche Leit- Linien noch einen Fahrer benötigen. Beides wird als Kostenfaktor verschwinden.

    Und wie funktioniert das chinesische Leit- Linien System, wenn diese z.B. durch Schnee bedeckt sind?
    Da wäre eine induktive Leit- Linie mit einen Draht der in einer gefrästen Fahrbahnrille in Fahrbahn eingelassen ist zuverlässiger…

    1. In dem von Ihnen verlinkten Wikipedia Eintrag sind die Nachteile solcher Superkondensator ja schon benannt, Hinzu kommt, dass man an jeder oder jjeder zweiten haltestelle wohl eine aufladegerät für ebendiese benötigt, oder ?! und mit schnee muss man wohl in vielen chinesischen städten nicht rechnen, andere klimazonen und so. Ihr kommentar dazu ergibt sinn, wenn man dieses system in unsere gemäßigte klimazone importieren wollte..

      1. Das mit dem Schnee ist selbsterklärend von Klimaregion abhängig.
        Aber auch Sandstürme könnten mit Sand die Leitlinien verdecken…
        Eventuell auch Laub von Bäumen neben der Straße…
        (Dagegen könnte das Fahrzeug vorne ein Gebläse oder rotierende Bürste haben, das die Bedeckung wegschiebt… (Gebläse dürfte Passanten nicht erfreuen…)

        Zukünftig könnte genauste Differential- GPS ggf. die Leitlinien ganz ersetzen…
        Oder ein ganz neues Verfahren: http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2017/06/89364/

        Und die induktiven Ladestationen an den Haltestellen in der Schweiz, sind in die Fahrbahn versenkt…

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