Eine Ära geht zu Ende: Marissa Mayer verabschiedet sich von Yahoo

Oath

Der Übernahmedeal zwischen Verizon und Yahoo ist seit dem gestrigen Dienstag unter Dach und Fach. Damit sind zugleich die Tage der bisherigen Yahoo-Chefin Marissa Mayer gezählt. Die Unternehmerin hat sich in einem Schreiben an die Mitarbeiter nach fünf Jahren an der Spitze des Internetkonzerns offiziell verabschiedet.

„Bedingt aus den Veränderungen meiner Rolle werde ich das Unternehmen verlassen“, schreibt die 42-Jährige in der E-Mail, die sie auch auf der Internet-Plattform Tumblr veröffentlicht hat. „Wie auch immer, ich möchte alle wissen lassen, dass ich vor Nostalgie, Dankbarkeit und Optimismus übersprudele“, so Mayer. Mit dem Abschluss der Übernahmeverhandlungen gehe für Yahoo eine Ära zu Ende. Zugleich markiere dies ein neues Kapitel, so die Unternehmerin.

Marissa Mayer war 2012 als Yahoo-Chefin angetreten, um den angeschlagenen Konzern aus der Krise zu holen. Trotz diverser Umstrukturierungsmaßnahmen ist ihr dies nicht gelungen. Im Juli vergangenen Jahres war ein Übernahmedeal zwischen Verizon und Yahoo vereinbart worden. Das Kerngeschäft des Internetunternehmens sollte für 4,8 Milliarden US-Dollar an den Telekommunikationskonzern gehen. Doch nach Bekanntwerden zweier massiver Hackerangriffe auf Yahoo drückte Verizon den Preis um 350 Millionen Dollar.

Marissa Mayer

Marissa Mayer (Bild: TechCrunch)

Mit der Übernahme von Yahoo will Verizon dessen Internetgeschäft, darunter die Suchmaschine, Internetdienste wie Yahoo News und Yahoo Mail, mit seiner Tochterfirma AOL zu einer Dachgesellschaft namens Oath verschmelzen. Dass dabei einige Arbeitsplätze geopfert werden, darüber war vergangene Woche berichtet worden. Demnach wird sich Verizon von 1.000 Mitarbeitern von Yahoo und AOL trennen.

Der sanfte Fall der Marissa Mayer

Von allen entlassenen Yahoo-Mitarbeitern dürfte Mayer am sanftesten fallen. Die Unternehmerin wird durch den Deal rund 23 Millionen US-Dollar an Abfindung und Aktienoptionen erhalten. Insgesamt wird sie mit der Übernahme laut der US-Börsenaufsicht SEC rund 186 Millionen Dollar einstreichen. Welche Pläne Mayer nach der Yahoo-Ära hat, ist noch nicht bekannt. In ihrer E-Mail verschwieg sie sich darüber.

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