Digitales Format 4K UHD hält Einzug im deutschen Heimkino

(Bild: Sony)

Immer mehr Filmfans setzen auf den neuen TV- und Videostandard 4K UHD. Was nicht nur am Wunsch der Heimkino-Zuschauer liegt, Filme in optisch und akustisch möglichst verlustfreier Qualität zu sehen, sondern auch und vor allem den immer weiter sinkenden Preisen für die Abspielgeräte zu verdanken ist.

Wie die FAM, die Gesellschaft zur Förderung Audiovisueller Medien, in einer Pressemeldung erklärt, gewinnt der deutsche Markt durch die „flächendeckende Verbreitung“ von 4K Ultra HD zunehmend an Bedeutung für die Filmindustrie. Über 150 Spielfilme aus den unterschiedlichsten Genres – meist handelt es sich um Blockbuster – stehen Filmliebhabern in dem hochauflösenden Format bereits zur Verfügung. Darunter auch etliche Filmreihen wie die „Tribute von Panem“- und „Harry Potter“-Verfilmungen sowie CGI-Blockbuster wie „Planet der Affen: Revolution“ und die „Iron Man“-Trilogie.

Laut FAM werden bis Ende dieses Jahres doppelt so viele Filme auf 4K UHD Blu-ray veröffentlicht worden sein wie noch 2016. Neben immer günstiger werdenden Geräten, die man heute schon für unter 200 Euro erwerben kann, ist dies auch der sich immer weiter entwickelnden Technik zu verdanken. Seit diesem Jahr etwa bieten Veröffentlichungen wie „Ich, einfach unverbesserlich“ das Bildformat Dolby Vision an, das das Bild während der Wiedergabe optimiert. Aber auch an der Tonqualität wird weiter gefeilt. Paramount Pictures etwa will künftig auf 4K-UHD-Titel setzen, die mit dem atmosphärischen Sound-System Dolby Atmos ausgestattet sind.

4K UHD ist ein Bildformat, das mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten und insgesamt acht Millionen Pixeln ein vier Mal schärferes Bild als das HD-Format ermöglicht. Neben der erhöhten Anzahl von Bildpunkten wird das Bild durch die Kombination aus erweitertem Kontrast, dem sogenannten „High Dynamic Range“ (HDR), und einem größeren Farbspektrum zusätzlich optimiert. Durch Soundsysteme wie Dolby Atmos, DTS:X und Auro 3D bekommt auch der Sound mehr Sättigung und Tiefe.

Standard gewordene Irreführung

Übrigens, der zum Standard gemachte Begriff 4K UHD ist ein wenig irreführend. Bei UHD (Ultra High Definition) und 4K handelt es sich im Grunde um unterschiedliche Auflösungen. UHD oder auch: UHD 1 löst das Bild mit 3840 x 2160 Bildpunkten auf, 4K mit 4096 x 2160. Letzteres Format wird in digitalen Kinos verwendet. Heute wird der Begriff 4K in Kombination mit UHD zur Bezeichnung von Heimkino-Systemen mit der Auflösung 3.840 x 2.160 Pixeln verwendet. Die nächste Stufe von Ultra High Definition wird als UHD 2 resp. 8K bezeichnet und weist die Auflösung 7680 x 4320 auf.

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