Die Zukunft von Apples Grafikchipdesigner Imagination Tech ist ungewiss

iPhone 7 (Bild: Apple)

Imagination Technologies, die britische Firma, die den in iOS-Geräten verwendeten Grafikchip entworfen hat, steht zum Verkauf. Apple zahlt derzeit Imagination 30 US-Cent pro Gerät in Form von Patentlizenzgebühren. Doch künftig will Apple eine eigene Chiparchitektur entwickeln - die Einnahmen für Imagination Technologies würden daher wegfallen.

Imagination Technologies hat ein massives Problem, seitdem Apple im April 2017 mitteilte, dass geplant ist, in den nächsten zwei Jahren eine eigene Chip-Architektur zu entwickeln. Dann fallen nämlich auch die Patentgebühren weg, die Imagination von Apple pro verkauftem iOS-Gerät erhält – und die sind mit 30 US-Cent ganz schön ordentlich.

Die Auswirkungen von Apples Mitteilung waren deshalb auch dramatisch. Die Apple-Gebühren machen etwa 50% des Umsatzes des Unternehmens aus. Der Aktienkurs verlor über Nacht 70 Prozent seines Wertes.

Reuters berichtet, dass Imagination nun bereits Gespräche mit potenziellen Käufern begonnen hat: „Der Vorstand des Chipentwicklers hat daher beschlossen, einen formellen Verkaufsprozess für die Gruppe einzuleiten und sich in vorläufigen Gesprächen mit potenziellen Bietern zu engagieren.”

Imagination ist zwar nicht der Meinung, dass es Apple schaffen wird, eigene Chips zu entwickeln, ohne dabei Patente zu verletzen, doch ein möglicherweise entstehender Rechtsstreit kann dauern.

Der Chip-Designer ist eines von sechs Unternehmen, die praktisch von Umsätze mit Apple abhängig sind. Dazu gehören auch Dialog und Synaptics.

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