Mac-Firewall Little Snitch 4 erfindet sich neu

(Bild: Little Snitch)

Die Mac-Firewall Little Snitch soll den Rechner vor gegnerischen Angriffen schützen und überwacht sowohl ein- als auch ausgehende Verbindungen. Dazu lassen sich regelbasierten Filteroptionen programmweise einrichten. Die neue Version soll auch für Nicht-Geeks nutzbar sein.

Little Snitch 4 soll am 7. Juli erscheinen und auch Anwendern zugute kommen, die wenig technisches Verständnis aufbringen. Die persönliche Firewall überwacht vor allem Anwendungen, die sich mit dem Internet verbinden wollen. Der Anwender kann dann bestimmen, wie der Datenfluss geregelt wird.

Das Update soll für mehr Benutzerfreundlichkeit sorgen und auch weniger technikaffinen Anwendern entgegenkommen. Der Netzwerkmonitor stellt im neuen Design Netzwerkaktivitäten und die geografische Herkunft in einer animierten Weltkarte dar. Ein zoombares Diagramm der Datenübertragung in den letzten 60 Minuten erlaubt eine Analyse in Echtzeit und danach.

Ein Recherche-Assistent unterstützt den Nutzer bei der Entscheidung, ob er versuchte Verbindungen erlauben oder untersagen soll. In den Netzwerkmonitor integriert wurde ein verbesserter „Leise-Modus“. Dieser erlaubt eine nachträgliche Bestätigung bisheriger Verbindungen, statt jede Verbindungswarnung einzeln zu beantworten.

Mehr Schutz vor Malware bietet die nun berücksichtigte Code-Signatur von Programmen. Mit Little Snitch erstellte Regeln für zulässige Internetzugriffe werden künftig nicht mehr angewendet, sobald sich die Signatur ändert oder sie ihre Gültigkeit verliert. Das soll auch vor der böswilligen Veränderung bereits installierter Programme schützen.

Schon das Vorhandensein von Little Snitch kann Schadsoftware abhalten, wie sich bei kürzlichen Angriffswellen zeigte. So prüft eine in einem Word-Dokument entdeckte Mac-Malware, ob das Sicherheitstool Little Snitch aktiv ist – wenn nicht, lädt es im Hintergrund und ohne weitere Interaktion mit dem Nutzer weiteren Schadcode von einer vorgegebenen URL und führt ihn aus. Auch ein Schädling, der es auf die Facetime-Kamera abgesehen hat, prüft laut Bitdefender vor seiner Installation, ob Little Snitch vorhanden ist.

Little Snitch 4 setzt OS X 10.11 oder höhere Versionen des Betriebssystems voraus. Die Einzellizenz kostet 45 Euro. Im Upgrade von Version 2 oder 3 reduziert sich der Preis auf 25 Euro. Little Snitch bietet auch einen kostenlosen, aber zeitlich eingeschränkten Demo-Modus von Version 4.

Quellen:Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de

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