BSI warnt erneut vor Betrugsmasche CEO Fraud

(Bild: Shutterstock)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt aus aktuellem Anlass einmal mehr vor der Betrugsmasche CEO Fraud. Im Rahmen der Ermittlung gegen die organisierte Kriminalität haben die Behörden nun einen Teilerfolg erzielt.

Im Zuge der Ermittlungen gegen die Drahtzieher von CEO Fraud sind die Behörden in den Besitz einer Liste mit 5000 potenziellen Opfern gelangt. Das erklärte das BSI gestern in einer Mitteilung. Die Behörde habe die Betroffenen über die akute Gefährdung informiert.

„CEO Fraud ist ein einträgliches Geschäftsmodell für die organisierte Kriminalität, auf das wir als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde schon seit Jahren hinweisen“, erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm in einer Pressemitteilung. „Auch in diesem akuten Fall sollten Betroffene in Unternehmen, die bereits eine gefälschte Mail erhalten und daraufhin gegebenenfalls Schritte zur Zahlung eingeleitet haben, diese Vorgänge wenn möglich stornieren und unverzüglich Anzeige bei der Polizei erstatten.“

CEO Fraud ist eine Betrugsmasche, mittels der Kriminelle Mitarbeiter eines Unternehmens derart manipulieren, dass diese vermeintlich im Auftrag eines höhergestellten Managers Überweisungen tätigen oder veranlassen. Zu den Opfern gehören vornehmlich Angestellte aus der Buchhaltung oder dem Rechnungswesen, die berechtigt sind, Transaktionen für das Unternehmen durchzuführen.

So gehen die Kriminellen vor

Die Kontaktaufnahme erfolgt gewöhnlich, nachdem die Täter die Daten der Zielpersonen durch öffentlich verfügbare Informationen etwa auf der Webseite des Unternehmens, sozialen Netzwerken und Karriere-Portalen oder durch direktes Anrufen in Erfahrung gebracht haben. Auf Grundlage dieser Informationen können die Täter ihr Anliegen den Opfern glaubwürdig vermitteln.

Der hohe Aufwand wird durch die Einträglichkeit des CEO Fraud mehr als ausgeglichen. Laut dem BSI konnten die Täter mit dieser Betrugsstrategie in den vergangenen Monaten mehrere Millionen Euro erbeuten. Die Sicherheitsbehörde der Vereinigten Staaten, FBI, zählt für den Zeitraum zwischen Oktober 2013 und Dezember 2016 weltweit mehr als 40.000 Betrugsversuche. Allein in den USA waren die Täter über 22.000 Mal erfolgreich, im Ausland führte CEO Fraud mehr als 2000 Mal zum Erfolg.

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