Kalkhoff Durban g9 im Test: Das E-Bike für die City

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Die Elektromobilität geht in Deutschland gerade mit großen Schritten voran und zwar nicht nur auf vier Rädern. Elektroscooter werden ebenfalls immer beliebter und vor allem auch Pedelecs und E-Bikes. Die deutsche Firma Kalkhoff hat uns ein Durban g9 überlassen, das wir ein paar Wochen lang ausprobiert haben.

Kalkhoff Durban g9 in Bildern

Kalkhoff Durban g9 Review

Bild 1 von 10

Kalkhoff Durban G9
(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Im Test: das Durban g9

Kalkhoff baut bereits seit vielen Jahren Fahrräder und hat es natürlich nicht versäumt, mit den Zeiten zu gehen. Während Sportenthusiasten natürlich auch weiterhin mit eigener Kraft biken, macht es zur reinen Fortbewegung durchaus Sinn, sich von einem kleinen Elektromotor unterstützen zu lassen.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Das Kalkhoff Durban g9 mit installierter Holzkiste (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Vor allen Dingen in der Stadt und genau dafür hat Kalkhoff seine Durban-Serie ins Leben gerufen. Die hat das Wort „Urban“ im Namen und so ist auch die neuste Version g9 primär nicht auf lange Touren bis zum Nordpol ausgelegt. Sondern für den Einsatz in der City. Vom Rahmen, über die Reichweite bis zum Fahrverhalten schreit hier alles nach Stadtfahrrad.

Das stadtfeine E-Bike

Rein optisch ist das Durban g9 recht klassisch oder klassisch-modern gehalten, wenn man mal von der großen Hinterradnabe mit dem Elektromotor und dem Akku auf der unteren Stange absieht. Wir haben die Variante mit Diamantrahmen getestet, es gibt sie aber natürlich auch mit Trapezrahmen und in jeweils drei verschiedenen Rahmenhöhen.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Der Elektromotor am Hinterrad des Durban g9 (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Um die Stadttauglichkeit zu gewährleisten, hat Kalkhoff das g9 mit einem relativ leichten Aluminiumrahmen und eine im Vergleich zu anderen Modellen kleineren Batterie verbaut. Damit liegt die Reichweite bei maximal 45 Kilometern, womit man gepflegt auch durch Großstadtdschungel wie New York City kommen sollte.

Und dank dieser Nutzung leichter Komponenten fährt sich das g9 im Grunde nicht anders, als Fahrräder der gleichen Kategorie ohne E-Motor. Auch wenn es natürlich ein paar Kilo mehr auf die Waage bringt. Dafür bekommt man aber eben auch die Unterstützung, welche ihr in drei Stufen dazu schalten könnt.

So fährt sich das Durban g9

Das erfolgt über den sieben Amperestunden großen Akku, den ihr mit einem Button einschaltet und dann durch längeres Drücken von der höchsten bis zu niedrigsten Unterstützung durchwechselt. Am meisten Spaß macht die Fahrt natürlich mit voller Power, dafür sinkt dann die Reichweite dann natürlich.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Der Rahmen und eigentlich alles am Bike sind ausgezeichnet verarbeitet (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Wenn ihr schnell irgendwo hinkommen müsst, ohne am Ziel außer Atem zu sein, empfiehlt sich einfach mit 100 Prozent Leistung zu fahren, ansonsten gehen auch die niedrigen Stufen. Ich als Downhill-erprobter Speed-Junkie bin beim Test meist im höchsten Modus gefahren. Es ist einfach herrlich, an der Ampel Autos hinter sich stehen zu lassen, wenn man ordentlich reintritt. Das g9 ist natürlich kein Mofa und fährt nicht von alleine, aber es gilt das bekannte Sprichwort „viel hilft viel“.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Der vordere Gepäckträger ohne die Kiste (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Sprich: Wenn ihr ordentlich reintretet, beschleunigt das g9 sehr schnell und schaltet die Unterstützung dann bei einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern ab, so will es die Straßenverkehrsordnung. Alles was motorisiert schneller fährt, braucht dann ein Kennzeichen, Führerschein des Fahrers und hat Helmpflicht. Wobei ich ja generell empfehle mit Helm zu fahren. Lieber einen warmen Kopf, als nachher einen verbeulten.

Voll beladen vollgebremst

Ansonsten hat das Durban G9 eine neungängige Schaltung und hydraulische Scheibenbremsen, die bei dem etwas erhöhten Gewicht des Bikes auch durchaus Sinn machen. Vermutlich würden es gute Felgenbremsen auch tun, aber bei Scheibenbremsen habe ich persönlich immer den Eindruck, dass sie doch etwas besser zupacken. Vor allem bei Nässe oder eiskalten Temperaturen. Wenn man mal mit 30 Sachen Fahrradgewicht plus Fahrer und Ladung an einer plötzlich rot werdenden Ampel bremsen muss, ist man froh, diese Bremssicherheit zu haben.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Für den A****: der gemütliche Sattel des Durban g9 (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Apropos Ladung: Kalkhoff hat dem Durban g9 ein Bonusfeature in Form eines zweiten Gepäckträgers vor dem Lenker spendiert. Auf dem könnt ihr eure Campingausrüstung oder Einkäufe mit Spanngurten transportieren oder das ganze Bike pimpen, indem ihr einen Korb oder eine Holz- oder Kunststoffkiste auf dem Gepäckträger installiert. Der ist intelligenterweise von Kalkhoff nach einem DIN-Standard genormt, so dass ihr überall passende Kisten findet.

Ich habe eine von IKEA ausprobiert, die perfekt passt und fest sitzt, wenn man sie mit Kabelbindern an den Stangen darunter befestigt. Eine Kunstoffkiste lässt den ganzen Vorderbau etwas leichter steuern. Aber für den netten Look der Holzkiste kann man die etwas schwergängigere Lenkung gerne in Kauf nehmen. Technik mit organischen Materialien hat halt einfach etwas.

Einfaches Akkuladen

Im Gegensatz zu teureren Modellen ist der Akku beim Durban g9 etwas prominenter verbaut, stört aber nicht wirklich. Es fehlt dann lediglich der Platz für eine Wasserflasche, aber davon kann man ja genug in die Kiste vorne werfen. Geladen wird der Akku übrigens mit dem mitgelieferten Ladeteil an der Steckdose.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Per Knopfdruck schaltet der Akku den Motor ein (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Die Batterie lässt sich dazu ganz einfach abnehmen, wenn ihr sie mit dem Schlüssel entriegelt. Hat natürlich auch den Vorteil, dass euch niemand das gute Stück einfach so klauen kann. Und ihr spart euch das zusätzliche Gewicht, wenn ihr das Bike in die Wohnung oder den Keller bringt.

Fazit

ueberrank_big_300dpi-50

Kalkhoff hat mit dem Durban g9 ein sehr gutes E-Bike gebaut, das einen Spagat zwischen Design, Gewicht und Reichweite hinbekommt. Mit rund 1800 Euro ist das elektrische City-Bike auch preislich ansprechend, zumal man hier Made in Germany-Qualität eines langjährigen Fahrradherstellers erhält. Der Rahmen und alle Komponenten sind sauber verarbeitet und stabil und in den Farben midnightblue und retrobrown erhältlich.

Wer bisher nur mit normalen Fahrrädern gefahren ist, wird sich nicht großartig umgewöhnen müssen, denn das Durban g9 fährt sich wie ein etwas schwereres City-Bike. Wobei man das Gewicht tatsächlich nur bei wilden Lenkmanövern merken würde, aber die macht man ja normalerweise nicht in der Stadt. Ansonsten hilft zudem der Motor entspannt am Ziel anzukommen. Von uns also eine klare Empfehlung, aber überzeugt euch lieber selbst bei einer Probefahrt, die ihr auf der Webseite anfragen könnt.

Tags :Bildquelle :(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)
  1. Bei den höherwertigen Pedelecs ist das größte Problem / Gefahr durch Diebstahl und Wandalismus, besonders in Metropolen.
    Das Aufpassen, Abschließen, Reintragen und Einschließen von solchen Pedelec verdirbt großen Teil an Fun…
    Spezialisierte Verbrechen knacken mit Akku- Elektropneumatischen Bolzenschneider nahezu jeden Schloss in wenigen Sekunden, und das fast lautlos.
    Nachdem man mir 2 Pedelecs geklaut hat, habe ich mit GPS- Trecker und Alarmanlage nachgerüstet.
    Am liebsten würde ich den Pedelc- Dieben mit 15 000 Volt aus einen Elektroschocker über Nieten im Sattel, die Weichteile extrem schmerzhaft grillen…
    Leider ist aber so etwas in D verboten.

    1. Von Abus gibt es ganz geile Schlösser, die auch von Versicherungen akzeptiert werden, sprich: Sollte das Bike trotz dem Schloss geklaut werden, springt die Versicherung ein. Für ein teures Bike sollte einem ein 80 Euro teures und 2 Kilo schweres Schloss das auch wert sein.

      GPS und Alarmanlage helfen durchaus auch ja, je nachdem wo man wohnt. Ansonsten halt die üblichen Tricks: Fahrrad IMMER irgendwo anschließen und am Rahmen und nicht am Schnellspanner-Reifen ;) Und zu Hause: Ab in den Keller und im Zweifel auch da nochmal abschließen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising