Berliner Startup kauft Boris Beckers Homepage

Boris Becker

Boris Beckers offizielle Homepage borisbecker.com ist versteigert worden. Neuer Besitzer ist das Berliner Startup Sparheld.de. Wirtschaftliche Interessen sollen nicht dahinter stehen. Den Verantwortlichen geht es laut eigenen Aussagen um den Ruf der Tennislegende.

Wer neuerdings die Domain borisbecker.com aufruft, der findet hier keine Neuigkeiten mehr rund um den dreifachen Wimbledon-Sieger. Stattdessen prangt vor blauem Hintergrund ein kurzer Text. Mit „Lieber Boris“ beginnen die neuen Besitzer das persönliche Schreiben, „mit etwas Wehmut haben wir die Schlagzeilen um Deine Person in den vergangenen Tagen zur Kenntnis genommen. Als Ikone des Tennissports und gefeierter Star hast Du uns in den vergangenen Jahrzehnten begeistert.“

Es folgt ein kurzer Abriss der wichtigsten Stationen in der Sportkarriere des Leimeners, angefangen mit seinen Triumpfen in Wimbledon bis hin zu seiner Zeit als Trainer des serbischen Tennisprofis Novak Djokovich. Der Text schließt mit der Motivation für den Kauf der Webseite. „Leider mussten wir mit bedauern feststellen, dass Deine Webseite zur Auktion stand. Damit mit Deiner Domain kein Schindluder getrieben wird, haben wir uns diese gesichert und bewahren sie für Dich auf.“

Schon daraus geht hervor, dass es Sparheld.de bei dem Kauf nicht um wirtschaftliche Interessen ging, was Henning Kruthaup, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens, gegenüber dem Nachrichtenmagazin Welt noch einmal bekräftigt hat. “ Nein, das hat damit nichts zu tun“, erklärt der Unternehmer. „Es ist einfach seine Marke, und es sind seine Rechte an der Marke. Dementsprechend wollen und können wir damit gar nichts Kommerzielles machen. Wir wollten einfach nicht, dass sich jemand die Domain sichert und etwas damit macht, das den Namen ,Boris Becker‘ noch weiter schädigt.“

Die Becker-Schuldenaffäre

Die Domain, auf die Boris Becker von seinen offiziellen Facebook- und Twitter-Accounts noch immer verlinkt , ließ sich Sparheld.de genau 827,60 Euro kosten . Wieso sie zum Verkauf stand, ist nicht bekannt. Becker wurde vor wenigen Wochen von einem Londoner Gericht für zahlungsunfähig erklärt, weil er einer Privatbank einen gewährten Kredit in Höhe von vier Millionen Euro noch nicht zurückgezahlt hat. Außerdem fordert sein ehemaliger Geschäftspartner Hans Dieter Cleven von ihm 40 Millionen Franken.

Tags :Quellen:borisbecker.com Welt

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising