Bundestagswahl 2017: Games-Branche blickt hoffnungsvoll in die Zukunft

(Bild: Shutterstock)

Die deutsche Games-Branche blickt optimistisch in die Zukunft. Der Grund: Nie zuvor haben so viele deutsche Parteien das Thema Computer- und Videospiele in ihren Wahlprogrammen aufgegriffen wie dieses Jahr. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) betrachtet diesen Erfolg zwei Monate vor der Bundestagswahl als Etappensieg, am Ziel sei man damit aber noch nicht angelangt.

In einem Gastbeitrag für das Magazin Mediabiz verzeichnet Felix Falk, seit Februar dieses Jahres Geschäftsführer des BIU, eine Trendwende in der Einstellung der Politik gegenüber der Games-Branche. Anders als noch vor wenigen Jahren gehe es in diesem Jahr nicht mehr um mögliche Gefahren, die von Computer- und Videospielen angeblich ausgehen, so Falk. Vielmehr hätten die Parteien die Branche als Kulturmedium und wichtiges Wirtschaftsgut erkannt, die es daher zu fördern gilt. „Vor ein paar Jahren wäre diese parteiübergreifende Anerkennung von Games kaum denkbar gewesen“, so der BIU-Chef.

Ein Blick in die jeweiligen Wahlprogramme belegt tatsächlich die Bereitschaft deutscher Parteien, sich um die Games-Branche zu kümmern. Die SPD hat zum ersten Mal das Thema zu einer Bundestagswahl aufgegriffen. „Auch die Entwicklung innovativer und kulturell wertvoller Computer- und Videospiele wollen wir fördern, denn Computerspiele haben sich zu einem Kulturgut entwickelt“, heißt im Programm der Sozialdemokraten.

Auch die CDU und CSU haben ihr Bekenntnis zur Games-Branche zum Ausdruck gebracht, auch wenn dieses im Wahlprogramm in einem Nachsatz erscheint. „Das Filmschaffen soll in Deutschland noch weiter gestärkt werden, denn Filme sind wertvoll als Wirtschaftsprodukt und als Kulturgut. Das gilt auch für Computerspiele.“ Laut Die Linke soll das „Kulturgut Computer- und Videospiel“ „finanziell gestärkt werden“. Die FDP will „Deutschland zu einem Top-Standort für die Produktion von Computer- und Videospielen machen“. Während die Grünen „die Computerspielekultur in ihrer Vielfalt stärken“ und prüfen will, „inwiefern E-Sport als Sportart anerkannt werden kann.“

Weitere Zusammenarbeit erforderlich

Für den BIU ist die längst fällige Positionierung der deutschen Politik zur Computer- und Videospielbranche ein „großartiger Erfolg“ und das Ergebnis „unzähliger Gespräche“, in denen auf „notwendige Maßnahmen“ hingewiesen wurden. Dennoch sei das Förderungsbekenntnis der Parteien nur ein Etappensieg, am Ziel sei die Branche damit noch nicht angelangt, wie Falk feststellt: „Damit wir unsere Ziele erreichen, allem voran die Entwicklungsförderung auf Bundesebene, müssen wir als Branche in den kommenden Monaten so gut und eng zusammenarbeiten wie noch nie.“ Die Zeichen, dass man dieses Ziel erreichen könne, stünden aber so gut wie nie zuvor, so der BIU-Chef.

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