Klare Nummer eins: Spotify hat 60 Millionen zahlende Kunden

Spotify Party (Screenshot)

Spotify wächst weiter und lässt seine Konkurrenz immer mehr hinter sich. Der schwedische Musikstreaming-Dienst mit Sitz in Stockholm zählt mittlerweile 60 Millionen zahlende Kunden. Das ist mehr als doppelt so viel wie der größte Konkurrent.

Laut eigenen Angaben konnte der Streaming-Dienst in vier Monaten etwa zehn Millionen neue Abonnenten hinzugewinnen. Anfang März waren noch 50 Millionen Kunden angemeldet. Die Zahl der nicht-angemeldeten Nutzer hat das Unternehmen nicht aktualisiert, sie lag im Juni noch bei 140 Millionen.

Damit baut Spotify seine Marktdominanz weiter aus. Der größte Konkurrent der Schweden, Apple Music, hat laut jüngsten Angaben rund 27 Abonnenten. Die französische Plattform Deezer folgt mit sieben Millionen Nutzern auf Platz drei. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Financial Times strebt Spotify noch zum vierten Quartal dieses Jahres einen Börsengang an. Eine Stellungnahme des Unternehmens hierzu liegt noch nicht vor.

Während Spotify immer mehr Nutzer an sein Portal bindet und immer größere Umsätze erreicht, sieht es hinsichtlich des Gewinns deutlich magerer aus. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von rund drei Milliarden Euro. Dank Abgaben an die Rechteinhaber und anderer Ausgaben betrug der Verlust allerdings etwa 540 Millionen Euro.

Die Deals mit den großen Musikkonzernen

Spotify befindet sich derzeit in Verhandlungen mit Warner Music Inc., dem letzten der drei großen Musikkonzerne. Der Deal soll laut Medienberichten kurz vor Abschluss stehen. Mit den beiden anderen großen Playern, Universal Music und Sony Music, hat das Unternehmen im April bzw. Juli dieses Jahres neue Verträge ausgehandelt. Sie sehen weniger Abgaben an die Musikrechteinhaber vor, wenn der Streaming-Dienst einen Mindestumsatz erreicht, jedoch eine Mindestausschüttung von zwei Milliarden Euro in den kommenden zwei Jahren.

Ein weiterer Punkt, der mit Universal und Sony ausgehandelt wurde, ist die Art der Streuung von Musikinhalten. Nach langem Widerstand erklärte sich Spotify bereit, neue Musikalben zunächst in der Abo-Version zu veröffentlichen, um sie nach zwei Wochen auch in der werbefinanzierten Gratisvariante anzubieten. Ein ähnlicher Deal wird auch mit Warner Music erwartet. Spotify hatte argumentiert, durch eine einheitliche Streuung der Musikinhalte langfristig neue zahlende Kunden hinzuzugewinnen.

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