Tesla verdoppelt Umsatz, verdient aber kein Geld

Teslas Model 3

Tesla hat gestern seinen Quartalsbericht veröffentlicht. Der Elektroautobauer und seine Aktionäre freuen sich auf überragende Umsätze, müssen auf der anderen Seite aber enorme Verluste hinnehmen.

Tesla erwirtschaftete im zweiten Quartal dieses Jahres einen Umsatz von 2, 79 Milliarden US-Dollar, was im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme um 120 Prozent entspricht. Davon ist auf dem Konto des Konzerns allerdings nicht viel übriggeblieben. Hatte Tesla im 2016 noch einen Verlust von 293, 2 Millionen Dollar eingefahren, beträgt das Minus dieses Jahr ganze 336,4 Millionen Dollar. Die Aktionäre stimmt diese Entwicklung dennoch optimistisch, schließlich waren Beobachter von einem größeren Gewinneinbruch ausgegangen. Die Folge ist, dass die Tesla-Aktie nachbörslich um fünf Prozent geklettert ist.

Der Grund für die roten Zahlen ist die Vorbereitung für den Marktstart des Mittelklassewagens Model 3, für den Tesla zuletzt hohe Ausgaben machen musste. Laut Firmenchef Elon Musk sei man nun auf Kurs, mit dem Elektrowagen alle Ziele zu erreichen. Die ersten 30 Wagen waren am 28. Juli an ihre Besitzer im Rahmen einer Feier persönlich übergeben worden. Seit dem verzeichnet das Unternehmen für das Model 3 rund 1.800 Bestellungen pro Tag.

Die Hoffnung liegt auf dem Model 3

Tesla plant, die Produktionszahl des Model 3 stetig zu erhöhen. Im dritten Quartal sollen pro Woche 1.500 Fahrzeuge gefertigt werden. Ende des Jahres sollen es 5.000 Einheiten werden. Im nächsten Jahr will Tesla rund 10.000 Autos pro Woche produzieren, um auf insgesamt 500.000 Stück im Jahr zu kommen. Für 2020 hat der Elektroauto-Hersteller die Millionenmarke anvisiert.

Bis zum Serienstart des Model 3 war Tesla auf den Verkauf der Model S und Model X angewiesen. Davon hatte der Konzern im zweiten Quartal 25.708 Einheiten gefertigt, ausgeliefert wurden in diesem Zeitraum 22.026 Stück. Die beiden Quartale dieses Jahres zusammengenommen, beträgt die Auslieferung insgesamt 47.077 Autos. Damit hat Tesla die Absatzprognosen fürs erste halbe Jahr gerade so eingehalten. Der Hersteller hatte mit 47.000 bis 50.000 verkauften Autos gerechnet.

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