Karrierenetzwerk Xing steigert Umsatz und Mitgliederzahl

(Bild: Shutterstock)

Das Hamburger Online-Karriereportal Xing lässt sich von dem übermächtigen US-Rivalen LinkedIn nicht einschüchtern. Das seit 2003 bestehende soziale Netzwerk baut sein Wachstum weiter aus - auch dank einer Vielzahl neuer Kunden.

Wie die Tochter des Medienkonzerns Burda am heutigen Montag mitteilte, konnte Karrierenetzwerk in der ersten Hälfte dieses Jahres eine Million neue Mitglieder gewinnen. Deren Gesamtzahl beträgt nun 12, 5 Millionen. Die Zahl der zahlenden Mitglieder in der deutschsprachigen Region stieg im ersten halben Jahr auf mehr als 970.000, so das Unternehmen.

Mit den Mitgliedern steigen auch die Erlöse. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres konnte das Unternehmen den Gesamtumsatz um 22 Prozent auf 86 Millionen Euro steigern können. Dazu hätten alle Geschäftsbereiche des sozialen Netzwerks beigetragen, so der Kontern – angefangen mit dem B2C-Sektor (Business to Consumer) mit einem Umsatz von 41,6 Millionen Euro bis hin zum Segment B2B (Business to Business) E-Recruiting, in dem Xing einen Erlös von 35,1 Millionen Euro erreicht.

Von den Umsätzen ist einiges auf dem Konto des Unternehmens geblieben. So stieg der operative Gewinn (Ebitda) um 19 Prozent auf 27,3 Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern beträgt 13,1 Millionen Euro – ebenfalls ein Plus von 19 Prozent. Die Xing-Aktie war mit einem Anstieg um drei Prozentpunkte größter Gewinner im TecDax.

Das Geheimnis des Erfolgs und damit entscheidendes Mittel im Kampf gegen den größten Konkurrenten, LinkedIn, liegt für Xing vor allem in der Beschränkung auf den deutschsprachigen Markt. „Der Schlüssel für unseren Wachstumskurs ist die konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen unserer Mitglieder und Unternehmenskunden“, sagt Formenchef Thomas Vollmoeller. „Und hier gilt: Das Berufsleben ist für die allermeisten Menschen eine lokale Angelegenheit. Es geht um lokale Jobs, Tipps, Mitarbeiter und Kontakte.“

Kurzer Blick in die Zukunft

Neben dieser Strategie sollen in der zweiten Jahreshälfte auch die zwei Zukäufe für weiteres Wachstum sorgen. „Wir haben in einer Woche zwei Unternehmen akquiriert, mit Prescreen den am stärksten wachsenden Anbieter eines Bewerbermanagementsystems Europas und InterNations, das weltweit größte Netzwerk für Menschen, die im Ausland leben und arbeiten“, so Vollmoeller, der auch auf lange Sicht optimistisch bleibt. Für das Jahr 2020 peilt das Unternehmen selbstbewusst einen 300 Millionen Euro Umsatz und einen operativen Gewinn von 100 Millionen Euro an.

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