Trump-Effekt bleibt aus: Deutsche reisen noch immer gerne in die USA

USA Flagge (Bild: Shutterstock) daten

Der Trump-Effekt in der US-Tourismusbranche ist ausgeblieben, die Vereinigten Staaten sind nach wie vor beliebtes Urlaubsziel der Deutschen. Wie der deutsche Interessensverband Visit USA Committee Germany e.V. und die US-Marketingorganisation The Brand USA gemeinsam mitteilen, erreichten die Einreisezahlen im vergangenen Jahr den dritthöchsten Stand überhaupt.

Zwar sind 2016 insgesamt weniger Bundesbürger in die USA eingereist als noch im Rekordjahr 2015. Damals waren rund 2,27 Millionen Deutsche ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten gereist. Doch mit 2,03 Millionen Besuchern ist es erst das dritte Mal, dass die Zwei-Millionen-Hürde überquert wurde. Zum ersten Mal war diese Marke 2014 mit 2,06 Einreisenden durchbrochen worden.

Damit verteidigt Deutschland seinen Platz als viertgrößter Überseemarkt für die US-amerikanische Tourismusbranche nach Großbritannien, Japan und China. Insgesamt sind die Einreisezahlen in die USA um 2,4 Prozent auf 75,62 Millionen Besucher gesunken.

„Wir sind sehr froh, dass die USA trotz eines im Jahr 2016 für deutsche Urlauber ungünstigen Wechselkurses zum US-Dollar erneut so viele deutsche Reisende anziehen konnten“, sagt Hans Gesk, Präsident des Visit USA Committee Germany, in einem Statement. Die Vereinigten Staaten seien nach wie vor „eines der vielseitigsten und faszinierendsten Reiseziele der Erde.“

USA zu erschwinglichen Preisen

Gesk ist zuversichtlich, dass auch in diesem Jahr mehr als zwei Millionen Deutsche in die Vereinigten Staaten reisen werden. Gründe seien das gestiegene Angebot von Direktflügen aus Deutschland in die USA sowie die Entspannung des US-Dollar-Wechselkurses. „Durch die Kombination dieser beiden Effekte sind Reisen in die USA aktuell deutlich günstiger als noch im Vorjahr“, so Gesk.

Der Trump-Effekt auf die US-Tourismusbranche bleibt also nach wie vor aus. Nach der Wahl des Populisten Donald Trump zum 45. US-Präsidenten war befürchtet worden, dass die USA für viele Reisende weniger attraktiv werden würde. Doch schon bald wurde klar, dass die Realität alle Prognosen straft. Im Januar dieses Jahres, also rund zwei Monate nach der Präsidentschaftswahl, gelangte das Online-Reiseportal Opodo in einer Studie zu dem Ergebnis, dass die Buchungszahlen aus Europa deutlich angestiegen sind.

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