Apple Park: Mitarbeiter fühlen sich unwohl in neuer Firmenzentrale

Apple Park

Apples neue Firmenzentrale in Cupertino, der sogenannte Apple Park, ist nahezu fertiggestellt. Doch die Mitarbeiter, die seit einigen Monaten nach und nach einziehen, sind unzufrieden mit dem mehrere Milliarden teuren Gebäudekomplex. Vor allem ein entscheidendes Element stößt ihnen auf: Die Idee von Großraumbüros.

Apple hat für seinen Apple Park keine Kosten und Mühen gescheut, blätterte für das 850.000 Quadratmeter große Gebäude am Silicon Valley stolze fünf Milliarden US-Dollar hin. Jedes Detail schien dem Konzern wichtig. Doch eines haben die Planer um den renommierten britischen Architekten Norman Foster übersehen zu haben: die Vorliebe der Apple-Mitarbeiter im Besondern und die der US-Amerikaner im Allgemeinen für eigene Büros oder wenigstens für Trennwände zwischen Kollegen und Abteilungen.

Stattdessen setzen Foster und Co. auf das Konzept des „Open Space“. In Großraumbüros, so die Idee, würde die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern gewährleistet werden. Arbeiten auf Basis gegenseitigen Austauschens also, Ideenfortschritt durch Brainstorming. Doch damit wollen sich die Apple-Angestellten nicht zufriedengeben. Ihr Argument: In einem Großraumbüro können sie sich nicht auf ihre Arbeit konzentrieren. Viel lieber wollen sie für sich sein, in einem eigenen Büro arbeiten oder in sogenannten Cubicles mit Trennwänden, die in US-amerikanischen Unternehmen üblich sind.

Proteste und Konsequenzen

Offenbar sorgt das „Open Space“-Konzept, bei dem die Apple-Mitarbeiter nicht nur in einem Großraum sitzen, sondern sich sogar zu mehreren Bürotische teilen müssen, nicht nur für Unmut. Wie das Magazin Bizjournals unter Berufung auf den Apple-Blogger John Gruber berichtet, hätten einige hochrangige Mitarbeiter gegen die Großraumbüros sogar regelrecht rebelliert.

An der Spitze des Protestes soll der israelische Computeringenieur Johny Srouji stehen. Der Senior Vice President für Hardwaretechnologie bei Apple soll bei der Besichtigung der Büroräume in Rage ausgebrochen sein und eine Schimpftirade von sich gelassen haben. F…- und Sch…-Wörter sollen dabei zuhauf gefallen sein. Er und sein Team hätten ein Meeting wegen des Problems abgehalten und sich strikt geweigert, in die Großraumbüros einzuziehen.

Und wie reagiert Apple auf die Beschwerden? Der iPhone-Konzern hat zumindest den Unwillen des Srouji-Teams zur Kenntnis genommen und bereits Maßnahmen ergriffen. Die Mitarbeiter der Hardware-Abteilung sollen nicht nur eigene Büros erhalten haben, so Gruber, sondern ein ganzes Gebäude. Es befinde sich am Rande des Campus‘.

Tags :Quellen:Bizjournals

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