Abholdepots für eingekaufte Produkte: Amazon startet „Instant Pickup“

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Amazon macht den nächsten Schritt, sein Onlineangebot auch in einem Laden vor Ort anzubieten. Nachdem der Online-Versandhändler vor zwei Monaten angekündigt hatte, die Supermarktkette Whole Foods zu übernehmen, startet der Konzern mit "Instant Pickup" ein weiteres Projekt außerhalb der virtuellen Welt.

Allerdings handelt es sich bei „Instant Pickup“ nicht um einen Laden im klassischen Sinne. Einkaufen wie in einem Supermarkt, einem Kiosk oder einem Tante-Emma-Laden um die Ecke wird man hier nicht können. Die neue Dienstleistung ist vielmehr eine Art Abholstation, in der Kunden ihre Ware, die sie via App bestellt haben, abholen können.

Das Besondere an „Instant Pickup“: Amazon will die Bereitstellung seiner Produkte damit noch effektiver gestalten. Wie Amazon gestern berichtet, beträgt die Zeit zwischen Bestellung und Abholung der Ware gerademal „zwei oder noch weniger“ Minuten. Gewährleistet wird dieser Schnellservice durch die Tatsache, dass Amazon-Mitarbeiter die bestellten Produkte in einem an den Depots angeschlossenen Lager zusammenstellen und sie in einem Schließfach ablegen.

Die Idee hinter dem Konzept ist laut Amazon, in den „Instant Pickup“-Depots zum einen Ware anzubieten, die schwer online einzukaufen sind, etwa schnell verderbliche Artikel. Zum anderen sollen Produkte angeboten werden, die der Kunde schnell zur Hand haben will. Entsprechend ist das Sortiment in den Depots auf einige hundert Artikel begrenzt. Zur Auswahl stehen etwa Lebensmittel, Getränke aber auch nicht-verderbliche Produkte wie Elektronikgeräte.

Das Projekt ist vorerst auf die USA beschränkt. Laut Amazon gibt es 22 „Instant Pickup“-Depots in der Nähe oder auf den Geländen von fünf US-amerikanischen Universitäten, darunter die University of California in Berkeley. In den kommenden Monaten sollen weitere Standpunkte hinzukommen. Beschränkt ist der Dienst, wie so manch anderer des Online-Versandhändlers, auf Prime-Kunden, die für eine Jahres- oder Monatsgebühr diverse Vorteile genießen, darunter eine kostenlose Produktlieferung und der Zugriff auf Musik- und Videoplattformen.

Amazon in der greifbaren Welt

„Instant Pickup“ ist der nächste Schritt Amazons, sein Angebot auf den stationären Einzelhandel auszuweiten. Der Online-Versandhändler bietet bereits Bücher in eigenen Buchläden an. Mit dem angekündigten Zukauf von Whole Foods will der Konzern eine Supermarktkette aufbauen. Laut Medienberichten sind zudem Fachgeschäfte für Möbel und Elektronikgeräte in Planung.

Tags :Quellen:Reuters
  1. Im Grunde waren die damaligen Quelle-Shops ja sehr ähnlich. Dort konnte man sich alles aus dem Quelle-Katalog hinbestellen und abholen und es gab immer ein gewisses Kontingent an Ware, die direkt abholbar war. Wer sich nu fragt: Wovon faselt der da? Der möge mal Pappi oder Mami fragen, die kennen das vielleicht noch. ;)

  2. Wie bei Packstation?
    Dann könnte Amazon direkt mit DHL Packstation kooperieren, um die Fächer flexibler auszulasten…
    Aber das dürfte DHL nicht wollen, den Amazon baut eigenen Zustelldienst aus, der Konkurrenz zu DHL ist / sein wird.

    Amazon könnte könnte auch das DHL Paket- Ablageort- System in PKW-Kofferräumen oder in Paketzustell-Boxen der DHL nutzen.
    Dafür müssten die Amazon- Zusteller, nur die RFIF- Chip- Kennung, bzw. sonstige Öffnungsverfahren zum Öffnen der Ablageorten kopieren / organisieren…

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