Zink-Luft: Neue Akkutechnik mit fünffacher Kapazität

(Bild: Shutterstock) Akku Zink Lithium

Der Ruf nach leistungsstärkeren, umweltfreundlicheren Akkus ist groß. Nun scheint man in Australien eine vielversprechende Zink-Luft-Technik entwickelt zu haben. Die herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus sähen dagegen relativ alt aus.

Sie sind schwer, teuer und aufwendig herzustellen. Dennoch befinden sich Lithium-Ionen-Akkus derzeit in Millionen kleinen und großen Geräten. Zahlreiche Forschungs-Teams arbeiten daher an Alternativen zum herkömmlichen Lithium-Ionen-Akku. Nun könnte auch die Zink-Luft-Technik relevant sein.

Ganz neu ist diese Art von Akkus nicht. Sie wird bereits in kleinen Einwegbatterien verwendet, etwa für Hörgeräte. Einweg? Tatsächlich ließen sich die Zink-Luft-Akkus bislang nicht aufladen. An der University of Sydney hat man genau das aber nun geschafft.

Die aufladbaren Akkus sollen darüber hinaus nicht nur günstiger sein als herkömmliche Stromspeicher. Ihre Herstellung ist auch umweltfreundlicher, ihre Kapazität außerdem bis zu fünf mal höher als bei Lithium-Ionen-Akkus.

Zink-Luft-Akkus: Sauerstoff als Kathode

Wiederaufladbare Batterien haben eine Anode sowie eine Kathode. Bei diesem Akku bildet Zink-Pulver die Anode, Sauerstoff aus der Luft dient als Kathode. Die Energie entsteht bei der Reaktion des Metalls mit Sauerstoff, der durch Löcher an der Unterseite des Akkus zum Übergangsmetall geleitet wird.

Die neuen Energiespeicher könnten somit auch weitaus kompakter sein, als herkömmliche Akkus. Doch eine zeitnahe Marktreife ist natürlich nicht zu erwarten. Beim ersten Test schaffte der Akku 60 Ladezyklen in 120 Stunden und verlor dabei zehn Prozent seiner Leistungsfähigkeit. Weitere Tests und Optimierungen mit anderen Forschungseinrichtungen sollen daher in den kommenden Monaten stattfinden.

Tags :Via:giga.deBildquelle :Shutterstock
  1. Zink-Luft- Batterien wurden /werden für Hörgeräte und für Wanzen verwendet.
    Wegen der hohen mAh Kapazität, und damit langen Betriebsdauer.
    Vor Inbetriebnahme musste man einen Aufkleber entfernen, damit eine kleine Öffnung frei wurde, damit Luft für die chemische Reaktion in Die Batterie rein konnte.

    Als wiederaufladbarer Akku sehr interessant.
    Aber wie viele Ladezyklen, und welche Maximalströme könnte die?

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