Fahrdienstvermittler Uber steigert Umsatz trotz etlicher Skandale

uber-volvo-self-driving

Trotz der Skandale um den Fahrdienstvermittler Uber, der Vorwürfen sexueller Belästigungen ausgesetzt ist, sich in mehreren Rechtsstreitigkeiten befindet und noch immer keinen Firmenchef hat, läuft es geschäftlich gut für den Konzern. Laut neuester Quartalszahlen geht es umsatztechnisch aufwärts, beim Gewinn aber schreibt das Unternehmen noch immer rote Zahlen.

Wie das Magazin Axios gestern berichtet, sind die Fahrtbuchungen bei Uber im zweiten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum ersten um 17 Prozent gestiegen. Gemessen am zweiten Vierteljahr 2016 hat sich der Wert sogar verdoppelt. Der Umsatz stieg in den Monaten zwischen Anfang März und Ende Juli auf 1,75 Milliarden Dollar, im Quartal davor betrug er noch 1,5 Milliarden Dollar. Im zweiten Quartal 2016 lag er bei 800 Millionen.

Und nun das Dennoch. Denn Uber macht noch immer keinen Gewinn. Im abgelaufen zweiten Quartal dieses Jahres machte das Unternehmen einen Verlust von 645 Millionen Dollar. Immerhin geht es ein wenig aufwärts. Denn im Vorquartal betrug der Verlust noch 708 Millionen Dollar und im letzten Vierteljahr 2016 ganze 991 Millionen Dollar. Freuen dürfen sich auch die Fahrer. Die streichten im zweiten Quartal dank einer dieses Jahr in bestimmten Regionen eingeführten Funktion 50 Millionen Dollar an Trinkgeldern ein.

Uber hat dank seiner treuen Investoren noch 6,6 Milliarden Dollar in der Kasse, rund 600 Millionen weniger als noch im Quartal davor. Der Konzern wird mit insgesamt 68, 5 Milliarden Dollar bewertet.

Ein Stück Zucker für die Investoren

Uber ist als nicht börsennotiertes Unternehmen nicht verpflichtet, seine Bilanzen offenzulegen, tut es angesichts der positiven Zahlen dennoch, um seine Investoren optimistisch zu stimmen. Und die brauchen gute Nachrichten im Angesicht der vielen Skandale um den Fahrdienstvermittler in den vergangenen Wochen und Monaten. Uber war zuletzt immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, dass das Unternehmen von einer sexistischen Kultur geprägt sei. Außerdem befindet sich der Fahrdienstvermittler im Rechtsstreit mit der Alphabet-Tochter Waymo, die dem Konkurrenten Informationsdiebstahl vorwirft. Zudem ist der Konzern noch immer auf der Suche nach einem neuen CEO, nachdem Mitbegründer Travis Kalanick den Posten im Juli dieses Jahres auf Druck der Investoren hatte verlassen müssen.

Tags :Quellen:AxiosTechCrunch

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising