Navi-Apps im Test: Kostenpflichtige Apps sind meist besser

Apple Maps (Bild: Apple)

Sind Navigations-Apps auf Smartphones zum Autofahren überhaupt geeignet? Das wollten die Tester der Zeitschrift AUTOStraßenverkehr genauer wissen. Sie haben acht Navigationsprogramme für das Smartphone ausprobiert, unter anderen auch die von Apple und Google mitgelieferten Apps Google Maps und Apple Karten.

Das Ergebnis des Tests ist ernüchternd. Zwar sind auch die günstigen oder kostenlosen Apps in Ordnung und führen zum Ziel, doch die Testsieger sind kostenpflichtig. Mit Basispreisen von 14 beziehungsweise 30 Euro sind die aber durchaus erschwinglich.

Wer eine Navi-App nutzen will, sollte darauf achten, dass die Karten auf das Handy heruntergeladen werden können. Das entlastet die Datenverbindung während der Fahrt. Und das ist das größte Manko bei Apples Navi: Die Karten können nicht lokal gespeichert werden, in Regionen mit schwachem Mobilfunknetz ist die App unbrauchbar.

Bei den anderen Apps im Test sollte man darauf achten, wie groß die Kartendaten sind. So beansprucht die Deutschlandkarte bei Maps.Me knapp 2,3 GB, bei Navigon weniger als 300 MB. Wichtig ist, dass man sich einzelne Karten laden kann, die man beispielsweise für einen Urlaub braucht. Ausprobieren sollte man vor dem Kauf zudem die Qualität und Präzision der Sprachausgabe sowie die Übersichtlichkeit der Karte.

Testsieger sind die Apps Navigon und CoPilot. Beide Apps führen präzise zum Ziel, die Sprachangaben sind genau und zuverlässig. Navigon erkannte auf der Teststrecke die meisten Verkehrsbehinderungen und änderte die Route automatisch ab. Mobilfunkkunden der Telekom können die App zwei Jahre gratis nutzen, sonst kostet die App ab 30 Euro. CoPilot (ab 14 Euro) bietet über die vollwertige Navigation auch teils kostenpflichtige Zusatzfunktionen wie Echtzeitdaten, Radarwarner und Spezialversionen für Wohnmobile oder Lkw. Empfehlenswert sind zudem die Navi-Apps von Google, Sygic und TomTom GO. Während Google kostenlos ist, bietet die Vollversion von Sygic für 18 Euro auch Funktionen wie Dashcam und Head-up-Display, TomTom Go kostet 20 Euro, Zusatzfunktionen gibt es allerdings nicht.

Nur bedingt empfehlenswert sind Apple Karten, Maps.Me und ViaMichelin. Neben der fehlenden Downloadmöglichkeit von Karten braucht die Apple-App eine ständige Internetverbindung. Auf dem Display wird die Karte zudem an den oberen und unteren Rändern von großflächigen Hinweisen zur Routenführung überlagert. Bei Maps.Me beanspruchen die Karten viel Speicher, trotzdem ist die App schlicht und bietet keine Zusatzfunktionen, der Funktionsumfang ist gering. Auch bei Michelin gibt es Zugriff auf die Daten nur online, zudem ist die Darstellung gewöhnungsbedürftig, Zusatzfunktionen gibt es nicht.

Und wie sind eure Erfahrungen mit diesen Apps? Welche sind empfehlenswert, welche nicht? Sind die Bewertungen der Zeitschrift in euren Augen richtig? Schreibt eure Antwort einfach in die Kommentare.

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  1. Bin seit dem iPhone 4 mit NAVIGON unterwegs und bin bisher zu 100% zufrieden. Schnell, einfach zu handhaben und mit den regelmäßigen Karten Updates immer aktuell. Preis ist nicht günstig, aber es gibt häufig Aktionen, wo man sparen kann und die kleinen Navi Geräte früher waren teurer, nicht immer aktuell und häufig leer, wenn man sie brauchte.

    1. Stimme vom Prinzip her zu, große Autobahn Kreuze, waren trotzdem ein Problem und Verkehrsmeldungen und Umleitungen, eher Schlecht.

  2. Mein Gott Andreas,
    wie kannst du nur so eine wichtige (kostenlose!) App wie „Here we Go“ in deinem Test vergessen???

    Ich bin echt schockiert!

    1. Wenn Andreas mal den Test gemacht hätte…

      Ich zitiere mal aus diesem Artikel hier: „Das wollten die Tester der Zeitschrift AUTOStraßenverkehr genauer wissen“

      Sollte das Magazin jedoch nicht „here“ mit in den Test aufgenommen haben, wäre das schon irgendwie lustig. Nutzt doch Navigon als Grundlage das Kartenmaterial von Here (siehe ggf. in Navigon selbst unter Info).

      Ich habe Navigon auch schon eine halbe Ewigkeit im Einsatz. Ich glaube seit dem iPhone 3G über die Telekom. Ein paar InApp Käufe über die Jahre haben es noch etwas verbessert. Kann mich nicht beklagen über die Anwendung, außer dieses halbrechts oder halblinks nervt. Auch würde ich mir wünschen, dass der Fahrspurassistent etwas größer angezeigt wird.

    2. Hatte bisher TomTom für 90 Euro/CHF für ganz Europa, wird nun umgestellt und nun nutze ich Here WeGo für mich beinahme ebenbürdig, auf jeden Fall sollte diese App mitberücksichtigt werden. Grüsse

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