Wahlmanipulation: Google, Twitter und Facebook müssen im US-Senat aussagen

Mark Zuckerberg, Facebook

Die Internetkonzerne Google, Twitter und Facebook werden vor den Untersuchungsausschuss des US-Senats zitiert. Hier müssen die Unternehmen Auskunft geben über ihre Rolle bei der mutmaßlichen Einmischung der russischen Regierung in den US-Wahlkampf im letzten Jahr.

Dies berichtet das Tech-Magazin Recode am gestrigen 27. September. Demnach will der Ausschuss die Frage klären, ob und in welchem Ausmaß vom Kreml geförderte Kräfte die sozialen Online-Plattformen der drei Internetkonzerne für die Manipulation des US-Präsidentschaftswahlkampfes missbraucht haben. Vertreter der Konzerne müssten ferner Auskunft darüber geben, ob die Unternehmen etwas gegen die Streuung von Falschinformationen zugunsten des später gewählten Präsidenten Donald Trump hätten tun können.

Die öffentliche Anhörung von Google, Twitter und Facebook durch den Untersuchungsausschuss Senate Intelligence Committee wurde auf den 1. November festgesetzt. Facebook hat die Aufforderung bestätigt, von Google und Twitter liegen noch keine Stellungnahme vor.

Weitere öffentliche Anhörungen

Vor der Anhörung durch den Untersuchungsausschuss des US-Senats werden die drei Konzerne auch vom Ausschuss des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten verhört, wie Recode weiter schreibt. Der genaue Termin steht noch nicht fest, die Rede ist von Oktober. “Im kommenden Monat werden wir mit Vertretern von Tech-Konzernen eine Anhörung haben, um besser zu verstehen, wie Russland Online-Tools und -Plattformen benutzt hatte, um Konflikte zu schüren und die Wahl zu beeinflussen, zitiert das Tech-Magazin Mike Conaway und Adam Schiff, die republikanischen und demokratischen Mitglieder des Ausschusses.

Die russische Regierung steht seit Ausgang der US-Wahl im Verdacht, diese zugunsten Donald Trumps manipuliert zu haben. Auf sozialen Medien wie Facebook und Twitter sollen russische Organisationen und Blogger unter anderem falsche Informationen über die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton verbreitet haben. Die Anweisung hierfür soll direkt von Kreml-Chef Wladimir Putin gekommen sein.

Tags :Quellen:Recode

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising