Alle Konten betroffen: Hackerangriff auf Yahoo war noch größer

Yahoo

Von dem massiven Hackerangriff auf das Internetunternehmen Yahoo im Sommer 2013 waren mehr Nutzer betroffen, als man dies zunächst kommuniziert hatte. Offenbar waren nicht ein Drittel aller Konten betroffen sondern alle.

Das erklärte der neue Eigentümer des Internetpioniers, der US-Telekommunikationskontern Verizon, am gestrigen 3. Oktober in einem Statement. Demnach seien alle drei Milliarden Nutzer, die bei Yahoo ein Konto haben, von dem Hackerangriff aus dem August 2013 betroffen. Im Dezember 2016 hatte Yahoo eingeräumt, dass es mehr als eine Milliarde Konten waren. Schon mit dieser Zahl war der Angriff einer der größten in der Geschichte des Internets.

Nach der Übernahme von Yahoo durch Verizon, der den Internetkonzern zusammen mit AOL und anderen Unternehmen dieses Jahr zu der neuen Dachgesellschaft Oath zusammenführte, hat der Eigentümer neue Informationen hinsichtlich des Hackerangriffs erhalten. Vor dem Hintergrund der neuen Erkenntnis würde Yahoo auch die restlichen Nutzer von dem Hackerangriff auf ihre Konten in Kenntnis setzen.

Zu den erbeuteten Daten würden laut Verizon weder Klartext-Passwörter gehören noch Kreditkarten- oder Kontoinformationen. Welche Daten genau erbeutet wurden, darüber verschweigt sich der Konzern. Nach bisherigen Informationen gehören hierzu Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und unkenntlich gemachte Passwörter. Das Unternehmen arbeite in diesem Fall weiterhin mit Sicherheitsbehörden zusammen, heißt es.

Hackerangriff auf Yahoo und die Folgen

Yahoo hatte im September letzten Jahres zunächst einen Hackerangriff auf Nutzerkonten aus dem Jahr 2014 zugegeben. Rund 500 Millionen Konten seien betroffen gewesen, hieß es. Drei Monate später wurde der noch größere Datendiebstahl aus dem Jahr 2013 bekannt. Diesmal war von mehr als einer Milliarde Betroffenen die Rede. Zum Zeitpunkt der Enthüllung steckte Yahoo mitten in Übernahmeverhandlungen mit Verizon, der als Konsequenz aus dem Hackerangriff den Kaufpreis für den Internetpionier um 350 Millionen US-Dollar senkte. Am Ende übernahm Verizon Yahoo für 4,5 Milliarden Dollar.

Tags :Quellen:Oath/Verizon

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