Hollywood-Regisseur Roland Emmerich gründet VR-Startup

Roland Emmerich bei der Premiere von "Independence Day: Wiederkehr" in Berlin

Roland Emmerich ist der erfolgreichste deutsche Hollywood-Export. Nun geht der Filmemacher unter die Tech-Unternehmer und gründet ein Startup für VR-Streaming samt preisgünstiger VR-Technik. Das Unternehmen nennt sich VRenetic und soll sich an ein social-media-affines Publikum richten.

Ko-Gründer und leitender Geschäftsführer von VRenetic ist der Filmproduzent Marco Weber, wie das Magazin Gründerszene berichtet. Das US-Startup tritt mit dem Ziel an, die noch immer viel zu teuren VR-Inhalte und -Techniken preisgünstiger herzustellen und anzubieten. “Natürlich existieren die professionellen 360-Grad-Inhalte bereits”, wird Emmerich von der Gründerszene zitiert, “aber sie sind völlig unzugänglich für junge, preisempfindliche Nutzer.

Herzstück des Projekts soll eine Streaming-Plattform namens VResh sein, auf der VR-Inhalte in 4K-Qualität angeboten werden soll. Diese stammen von den Nutzern selbst, die sie mit Equipment gefilmt haben werden, das vom Startup entwickelt wurde. Die Inhalte können auf der Plattform auch geteilt werden. Außerdem werden Nutzer auf VResh via Audio-Übertragung mit anderen in Echtzeit kommunizieren können. Auch das dafür und zum Streamen von Inhalten benötigte VR-Set stammt von VRenetic.

Die Konkurrenz schläft nicht

Ob die Rechnung von Emmerich und Co. aufgehen wird, wird die Zukunft zeigen. Denn auch andere Unternehmen haben längst erkannt, dass VR noch an zu hohen Kosten krankt. Weshalb so mancher Hersteller die Preise bereits gesenkt hat. Facebook zum Beispiel will nächstes Jahr eine günstigere Variante der Oculus-Rift-Brille für 200 US-Dollar auf den Markt bringen.

Roland Emmerich arbeitet seit fast 30 Jahren in Hollywood, wo er mit den Jahren zu einem der erfolgreichsten Regisseure wurde. Zu den einträglichsten Filmen des in Stuttgart geborenen Filmemachers gehören die Katastrophenspektakel “Independence Day”, “The Day After Tomorrow” und “2012”. Die Fortsetzung seines Welthits “Independence Day” kam letztes Jahr in die Kinos, wo sie weltweit mehr als 380 Millionen Dollar eingespielt hat. Als Unternehmer machte Emmerich bereits als Ko-Gründer des Kinotrailer-Startups Flimmer von sich Reden. Das Unternehmen wurde 2016 vom französischen Medienkonzern Webedia übernommen.

Bild: Roland Emmerich bei der Premiere von “Independence Day: Wiederkehr” in Berlin (20th Century Fox)

Tags :Quellen:Gründreszene

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