Apple engagiert Steven Spielberg für Neuauflage von „Unglaubliche Geschichten“

Steven Spielberg auf der Premiere von "Bridge of Spies - Der Unterhändler" in Berlin

Apple versucht seit geraumer Zeit, ins Geschäft mit Videoinhalten einzusteigen. Bisher mit eher bescheidenem Erfolg. Doch nun ist dem Hard- und Software-Giganten ein besonderer Coup gelungen. Der iPhone-Hersteller hat den Filmemacher Steven Spielberg engagiert, der mit seiner Produktionsfirma Amblin Entertainment eine Neuauflage des Serienklassikers "Unglaubliche Geschichten" ("Amazing Stories") auf die Beine stellen soll.

Wie das Wirtschaftsmagazin The Wall Street Journal berichtet, sollen zehn neue Folgen der Science-Fiction-Serie entstehen. Dafür will Apple den Produktionsfirmen, neben Amblin Entertainment gehört hierzu auch der Unterhaltungskonzern NBC Universal, rund fünf Millionen Dollar pro Episode zur Verfügung stellen. Welche Funktion Spielberg bei dem Projekt übernehmen wird, steht noch nicht fest. Sehr wahrscheinlich wird er als Produzent fungieren. Als Showrunner wurde Berichten zufolge verpflichtet, der zuletzt mit der Serie „Hannibal“ erfolgreich war.

„Unglaubliche Geschichten“ lief in zwei Staffeln und 47 Folgen von 1985 bis 1987. In Deutschland war die Serie 1993 zum ersten Mal zu sehen. Die Mischung aus Science-Fiction, Fantasy und Horror entführte die Zuschauer mit jeder neuen, in sich geschlossenen und inhaltlich von anderen Folgen unabhängigen Episode in eine fantastische Welt ein. Die Idee dazu hatte Spielberg, der auch zwei Folgen inszeniert hatte. Auftraggeber und Abspielplattform war der US-Sender NBC.

Eine Milliarde Dollar für TV-Inhalte

Apple hat zuletzt seine Bemühung intensiviert, auf seinem Streaming-Dienst Apple Music neben Musik- auch Videoinhalte zu platzieren. Bisher beschränkt sich der Versuch, sich in Konkurrenz mit den Plattformen von Netflix, Amazon Prime Video, Hulu und Co. aufzustellen, eher auf Reality-Formate. Allerdings kommen weder die Casting-Show „Planet of the Apps“ noch die Musiksendung „Carpool Karaoke“ bei Kritikern sonderlich gut an. Die Verpflichtung zweier ranghoher Manager von Sony Pictures Television, die für Serienhits wie „Breaking Bad“ und „The Crown“ verantwortlich zeichneten, markierte den nächsten Schritt in Apples TV-Offensive. Für die Plant der iPhone-Konzern eine Investitionssumme von rund einer Milliarde Dollar im Jahr.

Bild: Steven Spielberg auf der Premiere von „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ in Berlin (20th Century Fox)

Tags :Quellen:The Wall Street Journal

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