Huawei Mate 10 Pro Test: Erster Eindruck, Preis & Verfügbarkeit

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Auf dem Launch-Event in München hat Huawei gerade das Huawei Mate 10 Pro vorgestellt. Wir hatten die Chance uns das Smartphone vorab anzuschauen und auszuprobieren.

Huawei Mate 10 Pro: Erster Eindruck

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Huawei Mate 10 Pro - erster Eindruck
Huawei Mate 10 Pro - erster Eindruck

Das Huawei Mate 10 Pro ist also nun endlich enthüllt und wir haben uns auf das neue Flaggschiff der Chinesen wirklich gefreut. Mit dem Mate 10 Pro geht Huawei neue Wege in gleich mehreren Aspekten. Beim Design, der Kamera, und anderen Features ist das Mate 10 Pro anders als alle bisherigen Huawei Smartphones.

Das Huawei Mate 10 Pro besteht hinten aus Glas (Bild: Übergizmo)

Das Huawei Mate 10 Pro besteht hinten aus Glas (Bild: Übergizmo)

Huawei Mate 10 Pro: Neue Designsprache

Angefangen beim Design merkt man die Veränderungen, die die neue Mate Generation einläutet. Vorbei sind die Zeiten des robusten Aluminium-Unibody Gehäuses, das Huawei seit dem Mate 7 perfektioniert hat. Das Huawei Mate 10 Pro setzt auf Aluminium nur beim Gehäuserahmen – die Rückseite besteht diesmal aus Glas. In drei unterschiedlichen Farben kommt das funkelnde Gerät zu den Händlern: Titanium Grey, Midnight Blue und Mocha Brown (Vodafone exklusiv). Die Glasrückseite ist hochwertig verarbeitet und sieht in der Tat gut aus – solange man sie nicht anfasst. Fingerabdrücke sind nämlich sehr stark auf der glänzenden Oberfläche sichtbar.

Eine weitere Neuerung beim Design: Das Huawei Mate 10 Pro ist wasser- und staubdicht nach IP67 Standard. Damit macht es dem Smartphone nichts aus für kurze Zeit untergetaucht zu werden. In der Vergangenheit begründete Huawei den fehlenden Schutz damit, dass das Smartphone dadurch dicker und klobiger werde. Anscheinend hat man eine Lösung gefunden, dies zu umgehen. Das Mate 10 Pro ist mit 7,9 Millimetern nämlich nicht dicker als der Vorgänger und mit 74,5 x 154,2 Millimetern sogar kompakter. Im Vergleich zu einem Samsung Galaxy Note 8 fällt es etwas kürzer aus und liegt besser in der Hand.

Das Display hat ein neues Seitenverhältnis von 18:9 (Bild: Übergizmo)

Das Display hat ein neues Seitenverhältnis von 18:9 (Bild: Übergizmo)

Display: Randlos und schmal

Die Neuerungen beim Design setzen sich auf der Front fort. Das Display fasst wie beim Vorgänger weiterhin 6 Zoll in der Diagonale, allerdings ist die gesamte Fläche minimal geschrumpft, weil nun ein 18:9 Seitenverhältnis zum Einsatz kommt. Zudem basiert die Display Technologie nun auf OLED, was noch etwas intensivere Farben, tiefere Schwarzwerte sowie höhere Kontraste ermöglicht. Durch die neue Bildschirmtechnologie wird auch ein Always On Display ermöglicht. Dieses zeigt durchgehend die aktuelle Uhrzeit, Ladezustand und Benachrichtigungen an.

Die Auflösung beträgt etwas mehr als Full High Definition (2160*1080 Pixel), was im Alltag auch mehr als ausreicht. Hier hat man auf die Kunden gehört und setzt auf potentiell längere Akkulaufzeiten. Schaut man sich die Geräte von Samsung an, deren Hardware zwar 2K unterstützt, allerdings nur etwas mehr als FullHD standardmäßig ausgegeben wird, kann man den Schritt nachvollziehen.

OLED statt Flüssigkristall im Mate 10 Pro (Bild: Übergizmo)

OLED statt Flüssigkristall im Mate 10 Pro (Bild: Übergizmo)

Kamera: Künstliche Intelligenz inside

Der verwendete HiSilicon Kirin 970 System-on-Chip, der bereits auf der IFA 2017 von Richard Yu vorgestellt wurde, enthält eine eigene Recheneinheit für die Berechnung von neuronalen Netzen. Diese verarbeitet Aufgaben der künstlichen Intelligenz deutlich schneller und effizienter, was sich letztendlich positiv auf die Akkulaufzeit auswirken soll.

Die künstliche Intelligenz der neuen EMUI 8.0 Software wird vor allem bei der Kamera eingesetzt. Der Sucher scannt das Bild nach dem Motiv und stellt automatisch den Fotografiemodus um, damit schönere Bilder gelingen. Dabei wird die Belichtung, Lichteinfall, Farben sowie Weißabgleich entsprechend angepasst.

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Die Kamera ist insgesamt das Highlight des Huawei Mate 10 Pro. Es stellt die dritte Iteration der Leica Dual Kamera dar und liefert endlich eine lichtstarke Blende. Mit f/1.6 sind die beiden Kameras ganz auf der Spitze des derzeit möglichen, nur das LG V30 kann ebenfalls eine so starke Blende liefern. Die Kameras, das ist ein 12 Megapixel Farbsensor mit optischer Bildstabilisierung sowie ein 20 Megapixel Monochrom Sensor, der für mehr Details und Schärfe in den Fotos zuständig ist. Zudem hat Huawei wieder einen Hybrid Zoom integriert, der ohne optische Verluste zweifach zoomen kann.

Und natürlich gibt es wieder einen Bokeh- und Portrait-Modus sowie auch den Pro-Modus, der mit einem Wischen erreicht werden kann. Die Auflösung der Frontkamera beträgt 8 Megapixel (f/2.0 Blende), diese unterstützt einen Portraitmodus.

Die drei Farben: Titanium Grey, Midnight Blue % Mocha Brown (Bild: Übergizmo)

Die drei Farben: Titanium Grey, Midnight Blue % Mocha Brown (Bild: Übergizmo)

Ausstattung: Kein microSD, kein Kopfhöreranschluss

Dem Kirin 970 Octa Core Prozessor (Taktfrequenz: 4 x 2,36 GHz (Cortex A73), 4 x 1,8 GHz (Cortex A53)) stehen 6 GByte Arbeitsspeicher sowie 128 GByte internen Speicher zur Verfügung. Eine Speicherkartenerweiterung gibt es erstmalig nicht in einem Huawei Smartphone. Stattdessen kommt das Huawei Mate 10 Pro standardmäßig als Dual SIM Telefon nach Deutschland. Was auch fehlt ist der 3,5 Millimeter Kopfhörerausgang. Huawei liefert zwar ein USB-Typ C Headset sowie einen entsprechenden Adapter für Klinken-Kopfhörer mit, audiophile Fans wird dieser Punkt dennoch hart treffen.

Über den USB 3.1 Typ C Anschluss stehen Nutzern weitere Möglichkeiten der Nutzung zur Verfügung. So kann das Smartphone mit einem Kabel an einen Bildschirm angeschlossen werden, um es als mobiles Büro zu betreiben. Mit zusätzlicher Bluetooth-Peripherie ergibt sich ein Desktop-Umfeld, das performant und intuitiv zu nutzen sein soll. Die Benachrichtigungen und sensiblen Informationen bleiben dabei auf dem Smartphone-Bildschirm, damit sie beispielsweise bei Präsentationen nicht für alle sichtbar sind.

Der 3,5mm Anschluss fehlt - ebenso wie der microSD Schacht (Bild: Übergizmo)

Der 3,5mm Anschluss fehlt – ebenso wie der microSD Schacht (Bild: Übergizmo)

Vielversprechend ist auch die Akkulaufzeit. Mit einem 4000mAh Akku soll das Huawei Mate 10 Pro bis zu 1,6 Tage bei durchschnittlicher Nutzung und 2,6 Tage bei wenig Nutzung durchhalten. Zusätzlich dazu verfügt das Telefon über die Huawei Safe SuperCharge Ladetechnologie, die vom TÜV für ihre Sicherheit zertifiziert wurde.

Huawei Mate 10 Pro: Preis & Verfügbarkeit

Das Huawei Mate 10 Pro wird in den drei Farben Titanium Grey, Mocha Brown (Vodafone) und Midnight Blue in Deutschland erhältlich sein. Zum Marktstart Ende November wird das Smartphone zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 799 Euro vertrieben werden.

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  1. Das Handy hat in meine Augen 2 große Schwachpunkte:
    a) Keine Speichererweiterung
    b) Mit lediglich Full-HD nicht mal VR-tauglich (trifft seltsamerweise nur auf die teurere Pro-Version zu)

    Über die fehlende Klinke kann man streiten, aber das ständige rumfummeln mit Adapter macht es nicht besser

    Alles zusammen:
    Für ein 800 Flaggschiff ist das ein absolutes Logo!

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