Gute Nachrichten: OnePlus will weniger Daten sammeln

OnePlus 5 (Bild: OnePlus)

OnePlus betreibt Schadensbegrenzung. Nachdem der Smartphone-Hersteller dabei erwischt wurde, wie er in ganz großen Stil die Daten von OnePlus-Smartphone-Besitzern abschnorchelte, verspricht das Unternehmen nun in einem Beitrag auf seiner Webseite Besserung.

Carl Pei, seines Zeichens Mitgründer von OnePlus, schreibt, dass alle Besitzer eines Smartphones von OnePlus mit dem Betriebssystem OxygenOS bis zum Ende des Oktobers zusammen mit einem Update eine Benachrichtigung erhalten werden. In dieser Benachrichtigung müssen sich die Nutzer entscheiden, ob sie am „User Experience Programm“ von OnePlus teilnehmen möchten oder nicht. Wenn ja, werden weiterhin Daten an das Unternehmen übermittelt; wenn nein, wird dies zumindest massiv eingeschränkt. Gleichzeitig verspricht Pei, dass sein Unternehmen in jedem Fall auf das Sammeln von Telefonnummern, MAC-Adressen und Wi-Fi-Informationen verzichten wird. Das Sammeln dieser drei Informationsposten ist besonders problematisch, da sie die Identifizierung einzelner Nutzer erlauben.

Software-Ingenieur entdeckte OnePlus-Domain

Erst vor rund einer Woche veröffentlichte der Software-Ingenieur Chris Moore in seinem Blog, dass OnePlus so ziemlich alle Daten seiner Smartphones an einen Account in den Amazon Web Sevices weiterleitet. Zu diesen Daten zählt eigentlich alles, außer die vom Nutzer erstellen oder empfangenen Inhalte, also beispielsweise die SMS-Nachricht selbst. Ausgenommen von dieser Sammelwut waren noch die GPS-Daten. An wen die SMS verschickt wurde, die Metadaten also, gingen aber wohl an OnePlus. Dabei wurden sie allem Anschein nach zuerst an die Domain „open.oneplus.net“ gesendet und von dort an ein AWS-Konto weitergegeben.

Was OnePlus mit den Daten genau vorhatte ist nicht klar. Das Unternehmen spricht bisher nur von der Verbesserung der Nutzererfahrung. Nichtsdestotrotz hat es das Unternehmen vermieden, seine Kunden offensiv darüber aufzuklären, welche Daten es eigentlich sammelt.

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