FIFA 18 (PS4 / Switch) im Test – Alex Hunter strikes back

Fifa 18 Titelbild

Ein Jahr hatte EA nach unserem Test von FIFA 17 Zeit gehabt um am diesjährigen Ableger seines Dauerbrenners zu feilen. Was die Fans der Reihe in diesem Jahr an Neuerungen erwarten könnt lest ihr in unserem Test.

Fifa 18 für PS4

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Das Hauptmenü (Bild: Übergizmo)

PRO

CON

(Bild: Übergizmo)Nach wie vor unangetasteter Spitzenreiter im Bereich Fußballspiel bezüglich der Originalnamen (Bild: Übergizmo)FUT nach wie vor gefühlt nur Geldmaschine von EA dank „Pay to Win“
(Bild: Übergizmo)The Journey wurde sinnvoll ausgebaut (Bild: Übergizmo)Kommentatoren überwiegend mit den gleichen Kommentaren wie im Vorjahr
(Bild: Übergizmo)Mehrspielermodus Lokal oder Online mit Freunden ein echter Klassiker

The Journey geht weiter

Nachdem FIFA 17 erstmalig einen Storymodus eingeführt hat wird die Geschichte um die Karriere des jungen Alex Hunter weiter erzählt. Nach den ersten Schritten in der Premier League wird der Weg zum Profifußballer fortgesetzt. Sehr schön ist, dass Spieler die bereits den ersten Teil der Journey gespielt haben die Stats zu denen Hunter bereits hochtrainiert wurde in den zweiten Teil der Journey in FIFA 18 übernehmen zu können. Nach wie vor gilt es im Training gute Leistung zu zeigen um Spielzeit zu bekommen. Neu ist jedoch, dass wir nach einem sehr linearen Spielverlauf aus einer vorgegeben Auswahl an Clubs einen auswählen dürfen bei dem wir international erfolgreich werden wollen.

Wie im letzten Teil erhält Alex Hunter abhängig von seinen Aktionen im Spiel unterschiedliche Bewertungen, erfolgreiche Pässe, Tore und Torvorlagen verbessern die Note für das aktuell laufende Spiel. Fehlpässe, schlechte Chancenverwertung und Fouls wirken sich dagegen negativ aus. Schlechte Leistung im Spiel muss der Spieler im Training wieder ausbügeln um beim nächsten Spiel nicht auf der Ersatzbank zu sitzen oder gar aus dem Kader gestrichen zu werden.

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Neben den 3-Wegeoptionen in den Antwortoptionen (Cool, Heißblütig und ausgewogen) bei den Zwischensequenzen muss Alex Hunter neuerdings auch wichtige Entscheidungen treffen, die seine Beziehungen mit bekannten Alt-Stars wie Rio Ferdinand oder Thierry Henry, sowie seine Freunde oder Familie beeinflussen. Das klingt zwar nach einer sinnvollen Änderung, jedoch wird einem schnell klar wird, dass diese Entscheidungen deutlich oberflächlicher sind als man ursprünglich erwarten würde. Hier hat EA leider einiges an Potential verspielt.

Wie schon im letzten Jahr haben die Dialogoptionen kaum Einfluss auf den weiteren Spielverlauf. The Journey ist immer noch ein seichter Spielfilm, der von regelmäßigen FIFA-Spielen unterbrochen wird. Erneut wurden extra für den Storymodus Sprüche der Kommentatoren aufgenommen, diese leiden jedoch leider immer noch an der „FIFA-Krankheit“ und werden immer noch zu oft zur falschen Zeit abgespielt.

FIFA 18 vs. FIFA 17

Im Vergleich zum Vorgänger wurde die Frostbite-Engine noch etwas besser ausgereizt, signifikante grafische Unterschiede zum Vorgänger fallen allerdings nicht auf. Das heißt jedoch nicht, dass die Optik auf dem Stand des Vorjahres verharrte. Das Publikum ist zwar immer noch mehr Klonarmee wie ein authentisches Publikum aus Individuen, aber die Animation hat sich in die richtige Richtung entwickelt. Es gibt mehr unterschiedliche virtuelle Zuschauer, die sich auch authentischer verhalten. Dass es besser geht zeigt beispielsweise die American Football Reihe „Madden“ die ebenfalls von E vertrieben wird. Hier sollte nächstes Jahr erneut nachgebessert werden. Als weitere auffallende Änderungen sind noch die unterschiedlichen Stadien und die überarbeiten Bewegungsanimationen der Spieler zu nennen.

Das Spielgefühl hat sich deutlich verändert. Das Spielgeschehen ist etwas langsamer und wirkt realistischer. Von der Steuerung im Spiel und bei Standardsituationen hat sich im Vergleich zum Vorgänger wenig getan. Einzig die Freistöße lassen sich gefühlt einfacher platzieren. Generell ist die Offensive gestärkt worden: Flanken vom Strafraumrand kommen gefährlicher rein und erreichen deutlich häufiger als im Vorgänger die Köpfe der Mitspieler. Die KI verhält sich nach wie vor sowohl in der Offensive als auch in der Defensive intelligent.

Fifa 18 im Handheld Modus (Bild: EA Games)

Fifa 18 im Handheld Modus (Bild: EA Games)

Nintendo Switch

Mit FIFA 18 hat EA das Spiel wieder für eine Nintendo Plattform veröffentlicht. Dieser Teil ist allerdings nicht vergleichbar mit der PS4, Xbox One oder PC Version, da das Spiel nicht die Frostbyte Engine nutzt. Für die mobile Version des Spiels hat EA eine eigene Engine entwickelt, welche. Des Weiteren müsst Ihr bei der Switch Version auf das Abenteuer von Alex Hunter verzichten.

Zum Spiel selbst ist zu sagen, dass es sich schneller bzw. „Arcadelastiger“ spielt wie sein Frostbyte Bruder. Dies kann man so etwa mit der Spielgeschwindigkeit von FIFA 17 vergleichen, allerdings nicht ganz so hektisch. Ein weiter Unterschied zu der Konkurrenzkonsolenversion ist, dass Ihr Abstriche in der Grafik und KI eures Teams machen müsst. Falls Ihr es gewohnt seit schnelle Spielzüge zu machen, kann es sein das eure Computer Mitspieler nicht ganz so schnell mitziehen wie wir es wollt.

Das Spiel selbst im Tablet bzw. Joy Con Modus unterwegs funktioniert erstaunlich gut. Für ein mobiles Match auf der Durchreise mit euren Freunden steht somit nichts entgegen, allerdings wird es wegen den kleinen Controllern nach ein bis zwei Spielen recht anstrengend. Die Steuerung mit einem Pro Controller bringt da doch eher das gewohnte FIFA Feeling zurück.

(Bild: Übergizmo)

Fazit zu Fifa 18

Wie jedes Jahr gilt: Der treue FIFA-Fan kommt an diesem Titel auch in dieser Saison nicht vorbei. Es ist und bleibt eines der beliebtesten Multiplayerspiele, dass auch im Einzelspielermodus mit The Journey und dem Karrieremodus Spaß macht. Da FIFA nach wie vor eher ein Arcadegame ist wird PES 2018 jedoch wieder den Enthusiasten realistischer Fußballsimulation eher gefallen.

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