Elektromobilität und autonomes Fahren: Audi rüstet sich für die Zukunft

Audi A1 (Bild: Audi AG)

Audi hat die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres gut überstanden und blickt mit einem umfassenden Maßnahmekatalog zuversichtlich in die Zukunft. Trotz Diesel-Skandal fuhr der Ingolstädter Automobilkonzern dieses Jahr Umsatzsteigerungen und Gewinne ein. Durch Forcierung von Zukunftstechnologien wie Elektomobilität und autonomes Fahren rüstet sich die VW-Wochter gegen die Konkurrenz im In- und Ausland.

„Der Audi-Konzern zeigt sich nach Abschluss des dritten Quartals 2017 finanziell robust und treibt die Transformation seines Geschäfts weiter voran“, heißt es seitens Audi in einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung. Die damit angedeutete gute Performance und die Wachstumsprognose belegt das Unternehmen mit folgenden Zahlen. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres erreichte Audi einen Umsatzerlös von 44.23 Milliarden Euro, der operative Gewinn beläuft sich bei 3,94 Milliarden Euro. Das klingt nach viel, ist im Vergleich zum Vorjahr allerdings eine minimale Steigerung. Denn der Umsatz von Anfang Januar bis Ende September 2016 lag bei 44,01 Milliarden Euro, der Gewinn bei 3,91.

Seit Juni dieses Jahres verzeichnet Audi auch wieder steigende Auslieferungen. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat die Vier-Ringe-Marke 471.826 Fahrzeuge an den Mann gebracht, im gleichen Zeitraum 2016 waren es noch 455.535 Einheiten. Auf die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres gerechnet, liegt das Niveau mit 1.380.778 ausgelieferten Automobilen allerdings etwas unter dem des Vorjahres, als Audi noch 1.408.828 Fahrzeuge übers Fließband rollen ließ.

So sieht sich Audi in der Zukunft

Die Entwicklung seit dem Sommer berechtigt Firmenchef Rupert Stadler dennoch, von einem „robusten Egebnis“ zu sprechen. Für Optimismus nach der Krise im Zusammenhang mit dem Dieselskandal sorgt auch ein „umfassendes Maßnahmenprogramm“, mit dem der Konzern sich für die Zukunft aufstellen will. Die großen Stichpunkte lauten auch bei den Ingolstädtern Elektromobilität und autonomes Fahren. Was Ersteres angeht, so will Audi der Konkurrenz nächstes Jahr mit dem E-Tron den Kampf ansagen, einem vollelektrischen SUV, der eine Reichweite von 500 Kilometer erreichen soll. Bis 2025 will Audi mehr als 20 elektrifizierte Modelle auf den Markt bringen, davon soll rund die Hälfte rein elektrisch sein. Dazu plant das Unternehmen, alle Werke auf die Fertigung von Elektroautos vorzubereiten.

Auf die Themen autonomes Fahren oder Mobilitätsdienste wie Carsharing, das mutmaßlich dritte große Ding der Automobilzukunft, ging Audi in der Prerssemitteilung nicht näher ein. Weil es dem Autokonzern diesbezüglich an Initiative und Ideen mangelt? Zwar bastelt Audi eifrig an der Selbstfahrtechnologie, doch dominieren – zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung – andere Konzerne – vor allem solche, die im kalifornischen Silicon Valley sitzen. Und in puncto Mobilitätsdienste ist das Unternehmen derzeit nicht über Pilotprojekte hinaus.

Bild: Audi A1 (Audi AG)

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