Amazons Alexa feiert alleine Party und sorgt für Polizeieinsatz

Amazon Echo (Bild: Amazon)

Sie führten eine glückliche Beziehung, Amazons Alexa und ihr in der Nähe von Hamburg lebender Nutzer. Doch damit ist es nun vorbei, nachdem die Sprachassistentin sich ohne Zutun des Besitzers selbstständig machte und damit für reichlich und vor allem: teuren Ärger sorgte.

Was ist der Grund für die Erschütterung des einstmals harmonischen Verhältnisses zwischen Mensch und Maschine? Ein in Pinneberg, Schleswig-Holstein lebender Alexa-Nutzer war am vergangenen Wochenende nichts ahnend in Hamburg feiern, als Alexa sich in seiner Abwesenheit selbstständig machte und die Musik in der Wohnung einschaltete.

„Während ich ganz entspannt in Hamburg auf der Reeperbahn, sowie im Schanzenviertel ein Kaltgetränk zu mir genommen habe, hat Alexa eigenständig, ohne Befehl und ohne über Handy (Spotify oder ähnlichem) gesteuert zu werden auf voller Lautstärke ihre eigene Party bei mir in der Wohnung gefeiert“, schreibt der der Pinneberger auf seinem Facebook-Profil.

Der Vorfall habe sich in der Nacht zum Samstag ereignet zwischen 1:50 Uhr und 3:00 Uhr. Dabei drehte Amazons Home-Assistant die Musik so laut auf, dass die verärgerten Nachbarn sich genötigt sahen, die Polizei zu alarmieren. Die drang in die Wohnung ein und drehte „Alexa mal gehörig den Saft ab.“

Teures Nachspiel für den Besitzer

Der Nutzer scheint die ganze Sache zwar mit Humor zu nehmen, über die auf ihn zukommenden Kosten dürfte er sich dennoch ärgern. Denn die Polizei ließ den Schlüsseldienst kommen, der das Türschloss samt Zylinder austauschte. „Die neuen Schlüssel konnte ich dann auf dem Polizeirevier in Empfang nehmen, wo ich morgens noch mit dem Taxi hinfahren durfte“, so der Mann, bei dem die „Rechnung für den Schlüsseldienst als Nachteinsatz demnächst eintrudeln“ wird.

Auf Hilfe von Amazon braucht der Geschädigte offenbar nicht hoffen. Zwar wandte er sich an den Telefonkundenservice des E-Commercers, doch der wollte nur wissen, ob das Fenster gekippt war und die Möglichkeit bestand, dass Alexa von Dritten ferngesteuert werden konnte. Beides traf laut dem Nutzer nicht zu, da seine „Wohnung sich im 6. Stock befindet“ und das Fenster „auch nicht auf Kipp stand.“

Mit dem Vorfall hat Amazon nun einen Kunden weniger. Denn für Alexa könne der Hersteller nun gerne ein neues Zuhause suchen, so der Pinneberger, der mit dem Service von Amazon und Alexa zuvor „zwar einwandfrei glücklich“ war, für den die Beziehung aber seit Freitagnacht eine Kehrtwende genommen“ hat.

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