Instax Mini 9 – Die Sofortbildkamera, die ein Selfie-Experte sein will

Instax Mini 9 Test Titelbild

Sofortbildkameras sind Kult. Knipsen, kurz warten, das fertig ausgedruckte Bild bestaunen. Was schon bei der kultigen Polaroid-Kamera für offene Münder sorgte, versprüht auch bei der Fujifilm Instax Mini 9 noch einen Funken Magie. Allzu hohe Erwartungen an die Qualität der Bilder sollte man dennoch nicht haben. Wir verraten in unserem Test die Stärken und Schwächen der Fujifilm Instax Mini 9.

Instax Mini 9 im Test

Bild 1 von 18

Instax Mini 9 Test
Instax Mini 9 Test

 PRO

 CON

Druckt Bilder nach dem Knipsen(Bild: Übergizmo)  (Bild: Übergizmo)Bildqualität mäßig
Gute Verarbeitung, knuffige Optik(Bild: Übergizmo)  (Bild: Übergizmo)Keine relevanten Vorteile gegenüber dem Vorgänger
   (Bild: Übergizmo)Bilder mit 75 Cent recht teuer

Sofortbildkameras waren der Renner in den 70ern und 80ern. Zwischenzeitlich wähnte man sie fast schon ausgestorben. Doch heute feiern sie ein umso glamouröseres Comeback. Besonders beliebt ist sie bei ambitionierten Smartphone-Fotografen der jüngeren Generation.  Noch nie wurde so viel geknipst wie heute und noch nie verschwanden so viele Bilder in der digitalen Versenkung und tauchten nie wieder auf. Auch deswegen versprühen haptische Bilder einen unwiderstehlichen Charme. Sie können berührt, beschriftet und weitergegeben werden.

IMG_20170616_200513

Das „Mini“ in Fujifilm Instax Mini 9 bezieht sich auf die Bildgröße nicht die Größe der Kamera. Denn klein ist das Gerät nun wirklich nicht. Die Hosentasche, in welche die Instax Mini 9 passt, muss erst erfunden werden.

Im ersten Moment erinnert sie mit ihren knalligen Farben und der knubbeligen Form an ein Kinderspielzeug. Trotzdem kommt sie besonders bei Mädchen und Frauen gut an. Auch wenn man über ihre Optik streiten kann, ist sie auf jeden Fall bei Partys ein echter Hingucker.  Obwohl sie vollständig aus Polycarbonat besteht, wirkt sie gut verarbeitet und stabil. Trotzdem ist es wohl kaum empfehlenswert, sie einem Falltest zu unterziehen.

Instax Mini 9 Test

Um ein Foto zu knipsen, muss zunächst der Film eingelegt werden. Auf der Rückseite zeigt sich dann in einem kleinen Fenster Anzahl der Bilder, bevor eine neue Kassette eingelegt werden muss. Die Instax Mini 9 wird über einen kleinen Knopf direkt am Objektiv eingeschaltet, welcher selbiges ausfahren lässt. Die Dauer der Belichtung kann in fünf Stufen eingestellt werden. Vier LEDs helfen dabei, die Lichtsituation richtig einzuschätzen. Allerdings tendiert die Instax Mini 9 dazu, Bilder überzubelichten.

Gut hat uns der große Xenon-Blitz auf der Vorderseite gefallen, der Bilder deutlich besser ausleuchtet, als man es von einem Smartphone-Blitz gewöhnt ist.

Instax Mini 9 Test

Die Instax Mini 9 soll besonders Selfie-Liebhaber ansprechen. Dafür wurde ihr im Gegensatz zum Vorgänger ein kleiner Selfie-Spiegel spendiert und eine Fischaugenlinse beigelegt. Die Zusatzlinse sorgt dafür, dass sich Objekte bereits ab einer Entfernung von 35 Zentimeter im Fokusbereich befinden. Im Test funktionierte das ganz okay. Trotzdem hätte der Spiegel gerne etwas größer sein können. Auch hätten wir uns gefreut, wenn die Zuatzlinse direkt mit der Instax verbaut gewesen wäre. Wir sind uns sehr sicher, dass viele Instax Mini 9 Besitzer das kleine Teil verlegen werden.

 

Sobald das Bild geknipst wurde, fährt das nun fast fertige Bild langsam aus der Kamera. Wie bei der Polaroid neigt man dazu, das Bild wild hin und her zu fächern. Das sollte man jedoch unterlassen und einfach warten, bis das Bild langsam wie aus einem Nebel erscheint. Schütteln kann der Bildqualität schaden.

Apropos Bildqualität: Wir sind etwas enttäuscht. Die Farben sind blass, die Details matschig und die Belichtung ist Glückssache. Von 20 geschossenen Bilder waren sechs so gut wie unbrauchbar. Klar kann man das Bild dann einfach nochmal schießen, schließlich sieht man nach wenigen Minuten das fertige Ergebnis. Ärgerlich ist es dennoch, gerade wenn man bedenkt, dass ein Bild 75 Cent kostet.

Instax Mini 9 Test

Fazit

Wer bereits eine Instax Mini 8 besitzt, kann Version 9 getrost überspringen. Die einzigen Unterschiede finden sich im Selfie-Spiegel, der beigelegten Makro-Linse und zusätzlichen Farben. Ein guter Party-Gag ist die Instax Mini 9 dennoch nach wie vor. Denn auch über 40 Jahre nach der ersten Polaroid-Kamera ist es immer noch ein wenig magisch, wenn man direkt nach dem Knipsen das fast fertige Bild in den Händen hält. Deswegen werden viele auch über die Schwächen in der Bildqualität hinweg sehen können. Ob das jedoch 70 Euro plus 75 Cent für jedes Bild wert ist, muss wohl jeder selbst entscheiden.

ueberrank_big_300dpi-30

Alternativen

Wer etwas mehr Kleingeld in der Tasche hat, kann sich auch die Instax Mini 90 Neo Classic anschauen. Sie kommt im deutlich erwachseneren Retro-Gewand und mit zusätzlichen Funktionen.

Um unterwegs kleine Bildchen auszudrucken möchten, bietet sich der Sprocket (hier gehts zum Test) an. Der Sprocket druckt Smartphone-Bilder randlos und mobil aus. Die Bilder können außerdem wie Sticker überall hin geklebt werden.

 

 

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising