Studie: Junge Nutzer hören Spotify, ältere streamen Amazon Music

Spotify Party (Screenshot)

Musikstreaming-Dienste wie Spotify, Amazon und Google Music sind eher was für junge Menschen. Außerdem ist der durchschnittliche Nutzer von digitalen Musikplattformen männlich - und in einer Beziehung. Zu diesem Ergebnis kommt das Münchner TNS-Institut in seiner Studie "Digitale Familienkommunikation", die von der deutschen Telekom und Techbook.de, dem Portal von Bild für Technik und digitalen Lifestyle, in Auftrag gegeben wurde.

Der beliebteste Musikstreaming-Dienst unter den bis September 2017 befragten 2.000 Studienteilnehmern über 18 Jahren ist Spotify. 17 Prozent der Befragten nutzen den schwedischen Musikstreaming-Dienst. Auf Platz zwei folgt Amazons Musikplattform Amazon Music, der von 14 Prozent der Studienteilnehmern genutzt wird. Rang drei sichert sich Google Music, den acht Prozent angegeben haben zu nutzen. Apple Music und Deezer teilen sich mit sieben Prozent die Position vier vor Napster.

Spotify für junge Männer in einer Beziehung

Die Erkenntnis der Studienleiter, dass vor allem jüngere Musikhörer zwischen 18 und 29 Jahren eine besondere Affinität zu Musikstreaming-Diensten haben, ist nun keine große Überraschung. Interessanter ist da schon der Umstand, dass vor allem Spotify für die Jüngeren einen großen Attraktionswert besitzt. 39 Prozent dieser Altersgruppe hören ihre Musik online bei dem schwedischen Anbieter. Amazon Music kann dagegen nur 22 Prozent dieser Gruppe begeistern.

Dagegen erfreut sich die Musikplattform Amazons bei älteren Menschen einer größeren Beliebtheit als Spotify. 13 Prozent der Befragten zwischen 40 und 49 Jahren hören lieber auf Amazon Music Musik, während zehn Prozent beim Konkurrenten aus Schweden angemeldet sind. Im Durchschnitt sind die Hörer bei Amazon mit 37 Jahren fünf Jahre älter als bei Spotify.

Digitale Musikstreaming-Dienste scheinen außerdem eine männliche Angelegenheit zu sein. Außerdem ist der Großteil der Nutzer in einer Beziehung. Und: Der typische Musikstreaming-Nutzer hat ein festes Einkommen. Berufsgruppen mit ungewissen Einkommen wie Selbstständige und Freiberufler verzichten eher auf digitale Musikplattformen.

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