Sterben leichtgemacht: Das ist Europas erste Webseite für den Umgang mit dem Tod

easyleaving

Der Tod ist eine traurige, wenn auch unvermeidliche Sache. Sich mit der Verwaltung des Ablebens auseinanderzusetzen ist für Betroffene und Angehörige oftmals eine Plage. Das Münchner Unternehmen easyleaving hat es sich zum Ziel gesetzt gemacht, alle anstehenden Aufgaben vor und nach dem Sterben zu regeln. Der Clou dabei: Alles geht online vonstatten.

Der Tod ist etwas Unausweichliches. Wir werden geboren und wir müssen sterben. Das wissen wir alle, doch die wenigsten von uns wollen sich mit dem Thema der eigenen Sterblichkeit auseinandersetzen. Erst recht scheuen wir den Gedanken um alles Bürokratische, alle notwendigen Maßnahmen, die vor aber auch nach dem Sterben bewältigt werden müssen – sei es von den Betroffenem selbst oder ihren Angehörigen.

Dass die Verwaltung des eigenen Todes zwar ein notweniges Übel ist, aber nicht notwendigerweise kompliziert sein muss, das hat sich Europas „erste Webseite für den Umgang mit dem eigenen Tod und dem eigenen Vermächtnis“ auf die Fahne geschrieben. Der Name des von Martin Bauer gegründeten Unternehmens ist Programm: easyleaving (easyleaving.com) verspricht Betroffenen und ihren Angehörigen einen „leichten Abschied“, indem sie sich ihnen nicht nur als Informationsplattform rund ums Sterben anbietet, sondern ihnen auch Hilfestellungen bei der Planung und Verwaltung vor und nach dem Tod gibt.

Unter anderem steht easyleaving Betroffenen und Angehörigen beim Erstellen des Vermächtnisses und des Testaments zu Seite. Die Abonnenten können auf der Seite auch die eigene Bestattung und die Trauerfeier planen oder ihre Betreuungs- und Patientenverfügung aufsetzen. Alle diese und weitere wichtige Dokumente wie Unterlagen zu Immobilien und Versicherungen oder so scheinbar Nebensächliches wie das Lieblingsrezept oder Angaben zum weiteren Schicksal der Haustiere können auf der Seite auch hinterlegt werden.

Sind die Daten eingepflegt, was ein ständiger und wiederkehrender Prozess ist, kann der Abonnent jede Sektion einer selbst bestimmten Vertrauensperson zugänglich machen. „easyleaving hat ein digitales Werkzeug geschaffen, mit der jeder die Zeit vor und nach seinem Tod mit wenigen Klicks regeln kann. Das macht nicht nur die Planung der eigenen Bestattung und des eigenen Vermächtnisses leichter, sondern hilft auch den Hinterbliebenen in einer emotional schwierigen Zeit“, heißt es in der Pressemitteilung des Portals.

Der digitale Abschied

Der Mensch verankert sich heutzutage nicht nur in der greifbaren Welt, er hinterlässt bekanntlich auch etliche Spuren in der digitalen Wirklichkeit. Bei easyleaving können Abonnenten daher auch ihr virtuelles Ableben regeln. Zum Beispiel können sie bestimmen, was mit ihren Profilen bei Social-Media-Plattformen wie Facebook oder der eigenen Website passieren soll. Oder sie können auf dem Portal ihre Zugangsdaten hinterlegen, damit die Hinterbliebenen ihre Wünsche umsetzen können.

easyleaving verspricht, dass sämtliche Daten der Abonnenten geschützt sind, da sie verschlüsselt zum Server übertagen und verschlüsselt gespeichert werden. „Damit ist sichergestellt, dass niemand außer dem Ersteller und seinen Vertrauenspersonen Zugriff auf die Daten bekommen kann“, heißt es seitens der Betreiber. Die Sicherheit der Daten und Systeme habe für sie höchste Priorität.

Die Plattform finanziert sich ausschließlich über Abo-Gebühr. Mitglieder zahlen jährlich einen Betrag in Höhe von 71,40 Euro. Sämtliche Informationen sind für alle User kostenlos und werbefrei. Auch verspricht das Unternehmen, keine Sponsoren und Kooperationspartner zu haben, deren Produkte sie empfehlen oder gegen Provision vermitteln.

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