Thunderobot ST-Plus im Test: Das kann die neue Marke aus China

Thunderobot ST-Plus Test

Die meisten von euch werden Thunderobot noch nicht kennen. Die chinesische Marke ist gerade dabei sich in Deutschland im Bereich Gaming-Rechner zu etablieren. Eines der ersten Geräte, die der Hersteller hier anbietet, ist das Thunderobot ST-Plus. Das Einsteiger Gaming-Notebook kommt mit einem Intel Core i7-7700HQ sowie der Nvidia GTX 1050Ti daher. Ob es ein gutes Gerät für Einsteiger ist, klärt unser Test.

Thunderobot ST-Plus

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Thunderobot ST-Plus

Design & Verarbeitung

Im Meer der ganzen schwarz-roten Gaming-Rechner ist das Thunderobot auffällig anders. Die Chinesen setzen sowohl beim Deckel als auch bei der Tastaturumrandung auf ein silbernes Grau. Das Material fühlt sich angenehm glatt an und ist widerstandsfähig gegenüber Fingerabdrücken und Kratzern. Der Rest des Notebooks besteht aus einem schwarzen, matten Kunststoff und reiht sich somit zu allen anderen Gaming Notebooks dieser Preisklasse ein.

Das Logo und die zwei Streifen leuchten im Dunkeln (Bild: Übergizmo)

Das Logo und die zwei Streifen leuchten im Dunkeln (Bild: Übergizmo)

Die Verarbeitung ist größtenteils auf einem guten Niveau. Nichts wackelt oder knarzt, scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge gibt es nicht und alle Anschlüsse sind fest. Einzig der Displaydeckel bereitet Sorgen. Er lässt sich vor allem im Bereich des Thunderobot-Logos sehr leicht eindrücken. Etwas schweres würden wir auf dem Notebook daher nicht abstellen wollen.

Schönes Detail: Das Logo sowie die zwei Leuchtstreifen rechts und links sind orange beleuchtet. Das hat das Konkurrenzgerät Acer Axpire VX15 im Vergleich nicht.

Tastatur & Trackpad

Ein optisches Highlight des Thunderobot ST-Plus ist klar die Tastatur. Ihre Hintergrundbeleuchtung lässt sich über die vorinstallierte Software an die eigenen Farbwünsche individuell anpassen. Dem Nutzer steht neben einigen Farbverlaufsmustern (Blinken, Wellen, „Atmen“ etc.) auch die eigene Wahl der Hintergrundfarbe frei. Warum die Tastatur in maximal drei Segmente geteilt wird, die man farblich bestimmen kann, ist fraglich. Dennoch ist es insgesamt eine tolle Funktion, die andere Geräte der Preisklasse nicht bieten können.

Die Hintergrundbeleuchtung bietet viele Einstellmöglichkeiten (Bild: Übergizmo)

Die Hintergrundbeleuchtung bietet viele Einstellmöglichkeiten (Bild: Übergizmo)

Das Schreibgefühl ist gut. Die Tasten haben einen angenehmen Hub mit einem guten Feedback. Auch längere Texte lassen sich somit bequem tippen. Einzig das Klickgeräusch der Tasten könnte etwas leiser sein. Das macht die Konkurrenz besser.

Das Trackpad hätte eine Spur größer ausfallen können. Die beiden dedizierten Tasten nehmen in der vertikalen etwas Platz weg, besitzen dafür aber ein gut abgestimmtes Feedback. Die Präzision des Touchpads sowie das Reaktionsvermögen sind in Ordnung.

Display

Das Thunderobot ST-Plus verfügt über einen 15 Zoll Bildschirm mit einer Full High Definition Auflösung (1920*1080 Pixel). Damit lassen sich selbst bei gewöhnlichem Arbeitsabstand einzelne Bildpunkte vor allem bei Schriften erkennen. Im Gaming fällt das aber kaum auf. Das IPS Panel stellt Farben natürlich dar, könnte aber unserer Meinung nach etwas mehr Sättigung vertragen. Auch die Helligkeit hätte noch etwas höher ausfallen können.

Das Display ist gut, aber nicht überragend

Das Display ist gut, aber nicht überragend

Anschlüsse & fragwürdige Design-Entscheidungen

Auf der linken Seite des Thunderobot ST-Plus befindet sich neben dem Ladeanschluss die meisten Anschlüsse: Ethernet, zwei mini DisplayPort, HDMI, ein USB Typ C, ein USB 3.0 Typ A Anschluss sowie ein SD Karten Slot. Auf der rechten Seite ist ein Kensington Lock, zwei USB Anschlüsse (USB 2 & 3) sowie je ein Mikrofon-Eingang und Headset-Ausgang.

Über die Positionierung der Headset-Anschlüsse, die beim Gaming oft zum Einsatz kommen, auf der rechten (Maus-) Seite lässt sich streiten. Diese kann man zur Not mit einem Winkelstecker vom „Einsatzgebiet“ der Maus wegleiten. Was aber in jedem Fall stört, ist der breite Lüfterausgang der Grafikkarte auf der Mausseite. Bei Shootern und anderen mauslastigen Spielen wird die Hand dadurch permanent mit heißer Luft angeblasen, was bereits nach wenigen Minuten störend wirkt.

Der Lüfter auf der rechten Seite stört durch die heiße Abluft (Bild: Übergizmo)

Der Lüfter auf der rechten Seite stört durch die heiße Abluft (Bild: Übergizmo)

Performance

Das Thunderobot ST-Plus gibt es in Deutschland in einer einzigen Konfiguration zu kaufen. Für einen Preis von 1299 Euro erhält man den Intel Core i7-7700HQ Quad Core Prozessor, die Nvidia GTX 1050 Ti Grafikkarte mit 4 GByte RAM, 8 GByte DDR4 RAM sowie eine Kombination aus 128GB SSD und 1TB HDD. Die Ausstattung ist damit sehr gut mit anderen Geräten der Preisklasse vergleichbar.

Die Nvidia GTX 1050 Ti bietet die Möglichkeit alle aktuellen Spiele in nativer FullHD-Auflösung mit mittleren bis hohen Details flüssig spielen zu können. Grand Theft Auto 5 ist in den höchsten Ultra-Einstellungen mit durchschnittlich etwa 30 Frames per Second spielbar, bei vielen Spielfiguren und Bewegung fällt die Framerate auf etwa 25 fps. Setzt man die Einstellungen etwas herunter, so sind durchgängig sehr flüssige Frameraten möglich.

Die Forza 7 Demo macht Spaß (Bild: Übergizmo)

Die Forza 7 Demo macht Spaß (Bild: Übergizmo)

Auch bei der aktuellen Forza 7 Demo ist das Ergebnis das, was wir erwartet haben. Auf Ultra Einstellungen ist das Spiel nicht zu empfehlen: Im Benchmark bei Regen und mit 23 weiteren Autos werden im Schnitt 26 fps ausgegeben – zeitweise rutscht die Rate auf 18 fps herab. In den empfohlenen Einstellungen sieht es schon viel besser aus. Hier werden durchschnittlich 47 fps erreicht. Der optische Unterschied liegt dabei im Detail – dem Spielspaß macht das wenig aus.

Man sieht aber, dass die Nvidia GTX 1050 Ti nicht an 60 fps in hohen Einstellungen kommt. Hierfür eignen sich Geräte mit dem nächsthöheren Modell, der GTX 1060.

Wie üblich ist das Netzteil zwingend notwendig, um die volle Leistung abrufen zu können.

Die meisten Anschlüsse sind links (Bild: Übergizmo)

Die meisten Anschlüsse sind links (Bild: Übergizmo)

Akkulaufzeit

Der Akku des Thunderobot ST-Plus lässt sich mit zwei Handgriffen entfernen. Er fasst 47 Wattstunden und ist damit geeignet, um etwa eine Stunde damit aufwändige Titel zu spielen. Im Office Betrieb konnten wir etwa vier Stunden erreichen – das ist in etwa durchschnittlich. Als Arbeitsgerät ist ein Ultrabook mit Sicherheit besser geeignet.

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Fazit: Thunderobot ST-Plus

Unser erstes Gerät von Thunderobot schlägt sich im Test gut, kann aber nichts bieten, das andere nicht auch schon können. Es ist grundsätzlich ein solides Gerät mit einer nervigen Schwäche: Der rechtsplatzierte Grafikkartenlüfter stört bei mausbasierten Spielen doch recht stark. Wer mit einem Controller spielt oder das Notebook mit einem externen Bildschirm betreibt, dem wird das nicht auffallen.

Für 1299 Euro, die Thunderobot dafür veranschlagt, gibt es zudem einige Konkurrenzgeräte, die teils sogar besser ausgestattet sind. Das von uns getestete Acer Aspire VX 15 hat eine 500GB große SSD, doppelt so viel RAM und kostet dennoch rund 80 Euro weniger. Vergleichbare Geräte gibt es auch von Lenovo, Dell oder HP, die allesamt günstiger, als das Thunderobot ST-Plus ausfallen.

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