Fire Emblem Warriors (Switch) im Test: Strategieklassiker goes Hack and Slay

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Tecmo Koei hat den neusten Lizenz-Ableger seiner vor allem in Japan sehr erfolgreichen Warriors-Reihe veröffentlicht: Fire Emblem Warriors! Das das Warriors-typische, hektische einer-gegen-1000-Konzept passt auf den ersten Blick so gar nicht zu dem gewohnt überlegten Taktieren, das bisher das Markenzeichen der Fire Emblem Spiele war.

Fire Emblem Warriors

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PRO

CON

(Bild: Übergizmo)Sinnvolle Integration typischer Fire Emblem Mechaniken (Bild: Übergizmo)Story unbedeutend und nur Mittel zum Zweck
(Bild: Übergizmo)Schön inszenierte Spezialattacken (Bild: Übergizmo)Auch auf „Schwer“ noch zu leicht
(Bild: Übergizmo)Auch für Hack n Slay-Neulinge schnell beherschbar

Die Story beginnt mit königlichen Geschwistern, die bislang noch keinen Auftritt in den Hauptspielen hatte. Der Spieler kann wählen ob er das Mädchen Lianna oder den Buben Rowan zu seinem Hauptcharakter macht. Nach und nach stoßen sie auf bekannte Gesichter aus den verschiedenen bereits erschienen Fire-Emblem-Teilen. Diese werden aus ihren jeweiligen Dimensionen gerissen und helfen nachdem der Spieler sie besiegt hat das Königreich der Geschwister mit Hilfe des Feuerschildes zu retten.

Die spielbaren Charaktere leveln zwar durch Einsätze und besiegte Gegner auf, jedoch kann man die Entwicklung noch durch den gezielten Einsatz von gesammelten Rohstoffen um bestimmte Fähigkeiten, Waffenfähigkeiten oder -Resistenzen ergänzen.

Gameplay

An der Warriors-typisch beschränkenden Steuerung durch die sich spielend leicht Angriffs- und Verteidigungsaktionen mit wenigen Tasten ausführen lassen hat sich nichts geändert. Wer schon einmal ein Warriors-Spiel gespielt hat, findet sich ohne Probleme sofort zurecht. Aber selbst wer noch nie ein derartiges Spiel ausprobiert hat wird keine Probleme haben die Mechaniken in kürzester zeit zu verinnerlichen. Auch wenn Das Gameplay nicht anspruchsvoll sind, so ist die Inszenierung der Spezialattacken äußerst gelungen und die Fire-Emblem-typische Waffendreieck-Logik (Schwert(Bild: Ubergizmo.de) (Bild: Ubergizmo.de)[/caption]

Übernommene Tugenden aus Fire Emblem

Fire Emblem ist eine sehr erfolgreiche Spielereihe und die Warriorsmacher haben neben dem bereits genannten Waffendreieck auch noch weitere Fire Emblem-typischen Elemente übernommen.
So ist Fire Emblem Warriors das erste Spiel der Warriors Reihe, die dem Spieler die Möglichkeit gibt ganz nach Art des Nintendoklassikers den Modus „Klassisch“ zu wählen. Fallen in diesem Modus Krieger in der Schlacht, so sind diese endgültig verloren und können nicht mehr wiederbelebt werden. Wem das auch schon bei Fire Emblem nicht gefallen hat, der kann diese Option wie gewohnt deaktivieren. Diese Funktion, die den bisherigen Fire Emblem Teilen noch mehr strategische Tiefe gegeben hat, führt jedoch bei der Warriors-Version speziell auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad zu hektischen Frustmomenten, da die KI-Kameraden ohne klaren Befehl ab und an auch mal gegen Einheiten in den Kampf ziehen, denen sie unterlegen sind. Verpasst man dann im Eifer des Gefechts die Anzeige, dass sich der Charakter in Schwierigkeiten befindet, so ist es häufig nicht mehr möglich den Kameraden zu retten.

Zudem ist Fire Emblem der erste Warriors-Titel, bei denen man den unterstützenden Helden effektive Befehle geben kann. So können Angriffsaktionen besser koordiniert werden und bestimmte Gegner oder Stellungen als Ziel festgelegt werden. Diese taktischen Mittel reichen jedoch nicht an die der Fire Emblem Klassiker heran.

Auch das bekannte Unterstützungslevel aus den vorherigen Fire Emblem Teilen findet in der Warriorsumsetzung Einzug. Wie bereits auf dem 3DS können je 2 Charaktere flexibel während der Schlacht zu einem Paar zusammengeführt werden, wobei ein Charakter der Hauptcharakter ist. Der unterstützende Charakter ist vor schaden geschützt, kann aber überwiegend auch nicht mehr ins Schlachtgeschehen eingreifen. Nur bei Spezialattacken erscheint der Unterstützende Charakter auf und die Einzelattacke wird zu einer Teamattacke. Mit steigendem Unterstützungslevel werden diese Attacken stärker.

(Bild: Ubergizmo.de)

(Bild: Ubergizmo.de)

Grafik

Die Charaktere schauen schön aus, jedoch würde sich das Spiel auf den leistungsfähigeren Konsolen wahrscheinlich wohler fühlen. Das zeigt beispielsweise die Grafik-Option die einem vom Spielmenü angeboten wird, wenn man das Spiel am Fernseher spielt: Man kann wählen, ob man das bestmögliche Bild haben möchte oder ob eine stabile fps-Rate zu kosten des Detailreichtums bevorzugt wird. Gute Grafik und flüssige Darstellung? Dafür hat die Switch leider nicht genug Power unter der Haube. Das ist sehr schade, da das Spielerlebnis bei beiden Einstellungen leidet. Deswegen haben wir im Test das Spielen am kleineren Switch eigenen Bildschirm bevorzugt. Hier fallen aufgrund der kleinen Bildschirmgröße die mangelhaften Details nicht so sehr auf und man kann das Spiel ohne Ruckler flüssig spielen.

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Fazit

Fans der strategisch anspruchsvollen „Fire Emblem“-Reihe von Nintendo müssen sich in Fire Emblem Warriors extrem umgewöhnen. Der neuste Ableger der Reihe ist vielmehr ein klassischer Warriors-Ableger, welcher bekannte Helden und Elemente aus dem Fire-Emblem-Universum sinnvoll übernimmt. Die Mischung ergibt ein actionlastiges Warriors-Spiel mit verhältnismäßig hohem taktischen Anspruch für das Genre. Wer mit Spielen der Warriors-Reihe allerdings grundsätzlich nichts anfangen kann, dem werden auch die Fire Emblem-Elemente nicht reichen um Gefallen an diesem Spiel zu finden.

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