Jabra Elite 25e In-Ear-Kopfhörer im Test

Unbenannt

Was ist das denn? Ein kabelloser In-Ear-Kopfhörer mit Kabel? Der Jabra Elite 25e hat ein ziemlich dickes Kabel zwischen beiden Ohrhörern, aber dadurch verliert man das gute Stück natürlich auch nicht beim Sport oder täglichen Weg auf die Arbeit. Was er sonst noch so kann, klärt unser Test.

Jabra Elite 25e

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Jabra Elite 25e
(Bild: ubergizmo)

Der Jabra Elite 25e ist einer von vielen Bluetooth-Kopfhörern, die zwar nicht per Kabel mit dem Smartphone verbunden werden müssen, aber trotzdem über ein Kabel verfügen. Das Gerät richtet sich an Audio-Enthusiasten aber nicht an diejenigen, die ständig in der Gegend herumspringen und vielleicht auch nicht unmittelbar an Sportler. Mit rund 80 Euro gehört der Jabra Elite 25e nicht zu den günstigsten Modellen aber bei weitem auch nicht zu den teuersten Vertretern seiner Art.

Optik ist nicht alles

Das Design haut niemanden vom Hocker – dazu ist es einfach ein wenig zu altbacken und wir fragen uns auch, ob es eine so gute Idee ist, diese dünnen Flachbandkabel zu verwenden und nicht etwas stabilere Verbindungen, die mit Stoff umwickelt sind. Allerdings können wir natürlich nicht auf die Schnelle testen, ob damit langfristig Probleme auftreten oder nicht, aber ein schlechtes Bauchgefühl haben wir bei diesen filigranen Verbindungen schon.

Das Kabel und die Akku-Steuereinheit stören aber nicht am Hals, wobei man aufpassen muss, dass man in der kalten Jahreszeit mit dem Reißverschluss das Gerät nicht einklemmt. Das könnte fatale Folgen haben. Beim Laufen stört der Kopfhörer nicht, beim Joggen hüpft die Akkueinheit aber schon herum, wenn man etwas schneller unterwegs ist. Das nervt ein bisschen, wobei man dazu sagen muss, dass der Kopfhörer auch nicht explizit zum sporteln gedacht ist – aber selbst auf dem Weg zur nächsten U-Bahn lässt sich so manches “hopsen” einfach manchmal nicht vermeiden.

Einmal verstöpselt, ist man von der Außenwelt abgeschottet

Trotzdem sollte der Jabra Elite 25e durch seine IP54-Einstufung ein wenig mehr abkönnen als normale Kopfhörer, denn das bedeutet, dass er wasserfest ist.  Die Aufladung des Akkus erfolgt wie bei solchen Kopfhörern üblich über eine MicroUSB-Verbindung, die in diesem Fall auch gut abgedichtet ist. Man sollte sie aber immer gut verschließen, denn wenn hier Wasser eindringt, geht das nicht gut aus.

Die In-Ears sind zumindest bei uns trotz unterschiedlichen Größen recht schwer einzusetzen gewesen – die Gummipropfen sind nämlich recht lang und damit etwa schwierig einzufädeln, aber dafür ist man wirklich von der Umwelt abgeschottet, weil sie sehr gut abdichten. Das mag in manchen Fällen nicht erwünscht sein – zum Beispiel würden wir das nicht beim Fahrradfahren empfehlen.

Bedienung mit Stimme und Tasten

Der Kopfhörer verfügt über drei physikalische Tasten für die üblichen Wiedergabefunktionen wie Pause/Pause/Play und die Lautstärkeregelung. Sie sind allerdings blind etwas schwer zu ertasten, was sicherlich eine Übungssache ist, aber intuitiv haben wir sie nicht immer gefunden. Linkshänder werden die Tasten vermutlich besser bedienen können. Dazu kommt noch ein Mikrofon und eine spezielle Sprachsteuerungstaste, mit der man zum Beispiel Siri aufrufen kann.

Dank Bluetooth 4.1 kann das Jabra Elite 25e vom Smartphone oder Tablet etwa 10 Meter entfernt sein, ohne dass es eine Unterbrechung gibt.

Für Android gibt es die Jabra Assist App, die dem Elite 25e einige nützliche Funktionen spendiert. So kann der Nutzer die verbleibende Akkulaufzeit nicht nur anhand eines Prozentwertes ablesen sondern erhält auch Prognosen, wie lange der Akkustand noch zum Telefonieren, für Musik oder für den Standby-Betrieb halten wird. Außerdem gibt es eine “Find my Jabra” -Funktion, die es dem Besitzer ermöglicht, verlorene Kopfhörer aufzuspüren. Das Smartphone speichert den letzten bekannten Standort auf einer Karte. Dann kann man versuchen, das Gerät zu finden. Wenn der Kopfhörer noch verbunden ist, kann man ihm auch ein Signal zusenden, das ihm Töne entlockt, die man dann zum Aufspüren in der Wohnung nutzen kann.

Darüber hinaus gibt es auch Funktionen, mit denen der Elite 25e eingehende Nachrichten automatisch vorlesen kann. Leider gibt es aber keine benutzerdefinierbaren Equalizer-Einstellungen.

Klangqualität

Die Klangqualität des Jabra Elite 25e ist angesichts des Preises überraschend gut. Die In-Ears zeichnen sich durch knackige Klänge und druckvolle Bässe bei mittlerer bis hoher Lautstärke aus, wenn die Ohrhörer tief im Ohr stecken. Wenn sie jedoch eher lose eingesteckt sind, ändert sich das Klangbild dramatisch zum Schlechten.

Akkulaufzeit

Die Elite 25e laufen mit einer Akkufüllung etwa 18 Stunden.

Fazit

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Die Akkulaufzeit des Jabra Elite 25e hat uns angenehm überrascht und auch die Klangqualität ist gut. Was weniger schön ist: Die sperrige Konstruktion und die wenig vertrauenerweckenden Kabel und die etwa nervige Bedienung. Wir würden für den Sport aber trotzdem ein anderes Modell wählen, weil das hochspringende Verbindungsstück einfach unangenehm ist. Im Rank erhält der Kopfhörer 3,5 von 5 Sterne.

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