JIMU Astrobot Kit im Test: Spielerisch programmieren lernen

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Roboter kennt man oft als große teure Geräte aus Fertigungshallen für welche man einen Uniabschluss benötigt um diese programmieren zu können. Mit dem JIMU Astrobot hat man nun die Möglichkeit einen eigenen Roboter zu bauen und ihn auf eine einfache Weise selbst zu programmieren. Wir haben uns diesen Roboter mal näher angeschaut und verraten euch was wir davon halten.

JIMU Astrobot

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Die Verpackung (Bild: ubergizmo)

PRO

CON

(Bild: Übergizmo)Einfache Bedienung (Bild: Übergizmo)Programmcode nicht bearbeitbar
(Bild: Übergizmo)Für Kinder geeignet (Bild: Übergizmo)Community nicht wirklich aktiv
(Bild: Übergizmo)Ohne Programmierkenntnisse nutzbar

Die chinesische Firma UBTech produziert schon seit einigen Jahren selbst zusammenbaubare Roboter. Neben tanzenden Humanoiden Robotern oder Stormtrooper gibt es eine Roboterbausatzreihe mit denen schon kleine Entdecker sich kinderleicht ihre ersten Programmierkenntnisse aneignen können. JIMU Astrobot Kit ist ein Roboterbausatz der vergleichbar zu dem Bausatz von Lego Mindstorm ist. Dieses soll Kindern spielerisch das Interesse zum Programmieren näherbringen. Das Smartphone wird hier zur zentralen Steuereinheit des Roboters.

Nicht nur ein einfaches Spielzeug

Mit dem Astrobot Kit habt Ihr die Möglichkeit eines aus drei vordefinierten Roboter zu erstellen. Darunter gehören der laufende Roboter Astron, einen Wall-E ähnlich aussenden Roboter Astrobot, oder ein ferngesteuertes Auto mit Augen Rover. Neben diesen vordefinierten Robotern ist es euch natürlich auch möglich einen eigenen Roboter zu erschaffen.

Die Einzelteile in verschiedenen Boxen (Bild: ubergizmo)

Die Einzelteile in verschiedenen Boxen (Bild: ubergizmo)

Nach dem Öffnen der Verpackung findet man eine Vielzahl an bunten sortierten Boxen in denen sich die fast 400 Einzelteile befinden. Der Roboter wird durch einen eingebauten Akku mit 1200 mAh betrieben, welcher laut Herstellerangaben 1 Stunde Akkulaufzeit bietet. In unserem Test ist der Roboter selbst nach 3 Stunden noch aktiv gewesen. Neben den Einzelteilen befindet sich eine Schnellstartanleitung in der Box, allerdings kann man diese getrost bei Seite legen. Für die Einrichtung des Roboters reicht die iOS bzw. Android App.

Step by Step

Zum Zusammenbauen des Roboters ist eine Schritt für Schritt Anleitung in der App integriert. Nach Starten der JIMU App werdet ihr gefragt, welches Kit ihr besitzt und welches der drei vordefinierten Roboter ihr zusammenbauen wollt. Die Anleitung selbst ist ein 3D Modell, welches ihr mit dem Finger auch drehen könnt, um zu sehen wie die Teile aneinander gehören. Beim Einbau der Motoren erscheint ein separater Hinweis wie diese einzubauen sind, damit die Lenkung später auch richtig funktioniert. Ein Fortschrittsbalken am unteren Displayende gibt an wie weit Ihr seid. Wir haben für das zusammenbauen des Roboters in der Astrobot Version ungefähr 80 Minuten gebraucht.

Anleitung zum Aufbau (Bild: ubergizmo)

Anleitung zum Aufbau (Bild: ubergizmo)

Beim Aufbau selbst hatten wir das Problem, dass die kleinen Kabel des Roboters recht schwierig einzusetzen sind für Erwachsenenhände. Ein weiteres Problem ist, dass in der App nicht angegeben wird welche Kabel man für welche Verbindungen braucht. Es sind insgesamt zwei verschieden Längen im Paket enthalten. Falls man anfangs nur die langen Kabel verwendet hat man zum Schluss das Problem, dass manche Kabel zu kurz sind und darf den Roboter selbst nochmal zerlegen.

Der Roboter lässt sich nach dem Zusammenbau ganz einfach über Bluetooth in der eigenen App verbinden. Der Lautsprecher im Roboter muss allerdings separat über die Bluetooth Verbindung des Smartphones in den Audio Einstellungen verbunden werden. Geschieht das nicht kommen die Robotergeräusche nicht aus dem Roboter, sondern von den Lautsprechern eures Handys.

Steuerung & Programmierung

Sobald der Astrobot zusammen gebaut ist kann es auch schon losgehen. Die App bietet ein paar Befehle zur Steuerung an wie zum Beispiel Vorwärts bewegen, Nach rechts drehen, Wütend, Boxen, Umarmen oder Tanzen. Neben diesen Voreinstellungen kann man das Smartphone auch als Steuergerät nutzen um den Astrobot bewegen zu können. Bei dieser Steuerung kann man auch die Bewegungsgeschwindigkeit individuell anpassen.

Die verschiedenen Aktionen (Bild: ubergizmo)

Neben den voreingestellten Bewegungsabläufen kann man auch eigene Bewegungen und Aktionen programmieren. Für diese Programmierung wird eine eigens entwickelte Programmiersprache mit dem Namen Blockly verwendet. Per Drag and Drop kann man verschiedene Codes aneinanderreihen. Hier kann man beispielsweise den Roboter beauftragen das wenn der Akku leer geht, die LEDs mehrmals aufblinken sollen.

Während der Blockly Programmierung ist es jederzeit möglich sich den programmierten Code in Apples Programmiersprache Swift anzeigen zu lassen. Hier wäre es schön gewesen, wenn man hier selbst den Swift Programmiercode editieren kann. So bietet die App nur die Möglichkeit zur Anzeige des Programmiertextes an.

(Bild: Übergizmo)

Fazit zum Jimu Astrobot

Was uns gefallen hat ist die Anleitung zum Aufbau des Roboters und die Möglichkeit selbst Bewegungsmuster zu programmieren. Durch die Möglichkeit nicht nur die drei verschiedene Robotermodelle zusammenbauen zu können ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Das Jimu Astrobot Kit ist für € 199 beispielsweise bei Amazon oder weiteren Internet Versandhändlern erhältlich. Weitere Modelle sind zu einem Preis zwischen 130 € und 400 € erhältlich. Im Vergleich zum Starterset von Lego Mindstorms, welches für ca € 300 erhältlich ist, erhält man hier einen günstigen Einstieg in die Welt der programmierbaren Roboter.

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