Uber vertuschte massiven Datendiebstahl und paktierte dabei mit den Hackern

(Bild: Uber)

Uber schreibt weiter Negativschlagzeilen. Der US-Fahrdienstvermittler war im vergangenen Jahr nicht nur Opfer eines massiven Hackerangriffs. Das Unternehmen hatte den Vorfall bis zuletzt auch verschwiegen. Der neue Uber-Chef Dara Khosrowshahi hat daraus bereits Konsequenzen gezogen.

Wie das Magazin Bloomberg brichtet, hatten Unbekannte im Oktober die Daten von rund 57 Millionen Menschen geklaut. Sie enthielten Informationen wie Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern der Betroffenen. Von 600.000 Fahrern waren auch die Autokennzeichen gehackt worden. Sozialversicherungsnummer, Kreditkarten-Daten und Ortsinformationen sollen laut dem Taxi-Unternehmen nicht in die Hände der Hacker gelangt sein.

Statt den Hackerangriff den Behörden zu melden und die Betroffenen von dem Vorfall in Kenntnis zu setzen, hatte Uber die Angelegenheit vertuscht. Dabei ging das Unternehmen sogar so weit, mit den Hackern einen Deal einzugehen. Laut Bloomberg zahlte es den Drahtziehern eine Summe in Höhe von 100.000 US-Dollar, damit sie die Daten wieder löschen und den Leak geheim halten.

Dara Khosrowshahi feuert Sicherheitschef

Uber-Chef Dara Khosrowshahi kritisierte das Verhalten des Unternehmens, das seinerzeit von Travis Kalanick geleitet worden war. “Nichts von all dem hätte passieren sollen und ich werde keine Ausreden dafür erfinden”, wird der Unternehmer von Bloomberg zitiert. Der iranisch-US-amerikanische Unternehmer hatte im September dieses Jahres Kalanick als Firmen-Chef abgelöst.

Als Konsequenz des Hackerangriffs hat der 48-Jährige den Sicherheitschef Joe Sullivan und einen weiteren Uber-Manager entlassen. Ersterer war bis 2015 bei Facebook als Sicherheitschef tätig. Die Sicherheit bei Uber neu zu gestalten soll Matthew Olsen helfen, den Khowrowshahi laut Medienberichten mittlerweile als Berater eingestellt hat. Der war früher beim US-Geheimdienstes NSA Chefjurist.

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