Ende der Zusammenarbeit: Mozilla und Yahoo verklagen sich gegenseitig

Yahoo

Dei neue Verizon-Tochter Yahoo und der Browser-Hersteller Mozilla liefern sich derzeit einen Rechtsstreit. Der Grund: Mozilla hat in der neuen Version seines Browsers Firefox, Quantum, nicht mehr die Suchmaschine des Internet-Pioniers standardmäßig vorinstalliert. Yahoo sieht darin einen Vertragsbruch.

Mozilla machte gestern in seinem Unternehmensblog auf die Klage Yahoos aufmerksam und wies zugleich darauf, dass das Unternehmen seinerseits Klage gegen Yahoo eingereicht habe. Als Begründung heißt es: Mozilla habe von seinem Recht gebraucht gemacht, aus verschiedenen Gründen die Vereinbarung mit Yahoo zu kündigen, darunter würden das Wohlergehen der Firma zählen, die Gewährleistung der Qualität von Suchmaschinen und ein breiteres Angebot für die Nutzer.

Mozilla verweist auf die im Vertrag festgelegte Kündigungsklausel. Als dem Webentwickler klar geworden war, dass die Aufrechterhaltung der Vereinbarung die oben genannten Kriterien “negativ beeinflussen” würde, habe man entschieden, diese zu “terminieren” und Partnerschaften mit anderen Suchmaschinenanbietern einzugehen. Mozilla wolle sich nun auf Firefox Quantum konzentrieren und sei entschlossen, das Internet als globale Ressource zu schützen, besonders im Hinblick auf Zeiten, in denen Werte wie Privatsphäre und Netzneutralität in zunehmender Gefahr seien.

Mozilla im Recht?

Die “Klausel”, auf die Mozilla in der Erklärung zu sprechen kommt, ist das Recht des Webbrowser-Entwicklers, den Vertrag in dem Fall kündigen zu dürfen, wenn Yahoo verkauft werde. Was im vergangenen Jahr denn auch tatsächlich eingetreten war, als das Internetunternehmen vom US-Telekommunikationskonzern Verizon übernommen und zusammen mit AOL unter die neue Dachgesellschaft Oath zusammengeführt wurde.

Yahoo war seit 2014 in den USA (nicht in Europa) die vorinstallierte Standardsuchmaschine in Firefox. Mit dem Release von Quantum setzt Mozilla wieder auf Google.

Tags :Quellen:Mozilla/Blog

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