20-Jähriger war für Hackerangriff auf Uber verantwortlich

uber-volvo-self-driving

Zu dem Cyberangriff auf Uber und dem fragwürdigen Umgang des US-Fahrdienstleisters mit dem Problem sind weitere Details ans Tageslicht getreten. Bei dem Hacker handelt es sich um einen jungen Mann, der offenbar in einer finanziellen Notlage war.

Laut Reuters soll es sich bei dem Hacker um einen 20 Jahre alten Mann aus Florida gehandelt haben. Zudem berichtet die Nachrichtenagentur unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle aus dem Umfeld Ubers, dass dieser offenbar einen Helfer hatte.

Die Identität beider Männer ist nach wie vor unbekannt. Was den 20-Jährigen Hauptverantwortlichen angeht, so soll er noch bei seiner Mutter leben. Zudem hat Reuters Näheres über sein offenkundiges Motiv herausgefunden. Demnach soll er einer Quelle zufolge seiner Mutter helfen haben wollen, “die Miete zu bezahlen”.

Angeblich hat der Mann Uber eine E-Mail geschrieben, in welcher er das Unternehmen zur Zahlung einer Lösegeldsumme für gehackte Nutzerdaten aufforderte. Der Fall soll anschließend an die Verantwortlichen des Bug-Bounty-Programms von Uber weitergeleitet worden sein. Damit werden Sicherheitsexperten respektive Hacker für das Auffinden von Schwachstellen in Software mit Sach- und/oder Geldpreisen belohnt. Uber zahlte dem jungen Hacker aber eine Summe, die weitaus größer war als üblich.

Der Hackerangriff und die Folgen

Uber hatte am 21. November eingeräumt, dass der Fahrdienstleister im Oktober 2016 Ziel eines Hackerangriffs war. Dabei waren Daten von mehr als 57 Millionen Nutzern weltweit erbeutet worden, darunter die Daten von rund 600.000 US-Fahrern. Statt die Cyberattacke den Behörden zu melden und den Fall öffentlich zu machen, ging Uber mit dem Hacker einen Deal ein. Er zahlte ihm 100.000 US-Dollar, damit dieser die Daten zerstört und darüber Stillschweigen bewahrt.

Uber-Chef Der Dara Khosrowshahi, seit September dieses Jahres im Amt, kritisierte das Verhalten der Uber-Verantwortlichen unter dem damaligen CEO Travis Kalanick. “Nichts von all dem hätte passieren sollen und ich werde keine Ausreden dafür erfinden”, sagte er in einem Statement. Den Sicherheitschef Joe Sullivan und einen weiteren Manager hatte er da bereits entlassen. Letzte Woche traten drei weitere Top-Manager im Zuge des Skandals zurück. Einer von ihnen, der Sicherheitsmitarbeiter Jeff Jones, teilte Reuters mit, dass er ohnehin gekündigt hätte.

Tags :Quellen:Reuters

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising