Max Your View: Das Honor 7X im Test

(Bild: Überizgmo / Jake Pietras)

Überraschung, Überraschung, auch dieses Jahr aktualisiert Honor wieder seine X-Reihe und bringt mit dem 7X ein Smartphone auf den Markt, das in seiner Preisklasse eine ausgezeichnete Figur macht. Wir haben Honors neusten Sprößling getestet und sagen euch, ob ihr euch mit dem Device zu Weihnachten selbst beschenken solltet.

Honor 7X Test

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Honor 7X
(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

 PRO

 CON

 (Bild: Übergizmo)18:9-Bildverhältnis beim randarmen Display  (Bild: Übergizmo)Kein Quick Charge
 (Bild: Übergizmo)Sehr schön verarbeitetes Metallgehäuse  (Bild: Übergizmo)Minimal negativ: Kein NFC
 (Bild: Übergizmo)Ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis  
 (Bild: Übergizmo)Blitzschneller Fingerabdrucksensor  

Honor 7X: Mehr Klasse in der Mittelklasse

Es ist wirklich beeindruckend, wie schnell es Honor geschafft hat, zu einem der beliebtesten Smartphone-Hersteller in Deutschland zu werden. Knapp drei Jahre auf dem hiesigen Markt bedient der chinesische Hersteller Smartphone-Nutzer in der unteren und mittleren Preisklasse und macht seinen Job hier sehr gut.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Das Metallgehäuse sieht wirklich sehr edel aus und fühlt sich auch so an (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Auch mit dem Honor 7X zeigen die Chinesen wieder, dass ihr beim Kauf sehr viel bang for your buck bekommt, sprich: Das Preis-/Leistungsverhältnis des rund 300 Euro teuren Gerätes stimmt. Das merkt ihr vor allem, wenn ihr das Device in die Hand nehmt, denn im Gegensatz zum Vorgänger 6X hat Honor seinem neusten Baby ein Metallgehäuse spendiert, das wirklich sehr premium verbaut ist und mit seinen Rundungen angenehm in der Hand liegt.

Der Trend geht zum Breitbild

In der mittleren Preisklasse positiv überraschend ist das Display, welches vom wahlweise in schwarz oder blau erhältlichen Gehäuse eingefasst wird. Honor folgt hier dem aktuellen Trend, mehr Display auf weniger Raum zu packen und so macht der 5.93 Zoll große Bildschirm die Vorderseite sehr randarm. Dazu kommt eine Besonderheit, die man eher von Flaggschiff-Modellen kennt: Das Bildschirmverhältnis liegt bei 18:9.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Im 18:9-Format müsst ihr in Videos etwas ranzoomen,
um das Display auszufüllen (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Das sorgt dafür, dass ihr beim Surfen mehr von Webseiten und bei Games mehr Spieleaction seht und im Grunde alle Apps mehr Inhalt darstellen. Die meisten Android-Apps sind momentan zwar noch nicht für das Breitbildformat der 2160 x 1080 Pixel (FHD+) optimiert, füllen das Bild aber einfach nach einem Tap auf den einmaligen Hinweis auf, ohne dass man die Verzerrung danach wahrnehmen würde. So wie bei anderen 18:9-Devices eben auch. Lediglich die Farben könnten einen Ticken satter und strahlender sein, alles in allem ist das Display aber gut.

Die Dual Cam ist ordentlich

Was bei Smartphones ja mittlerweile noch wichtiger geworden ist, als Telefonieren (die Ironie!), ist die Kameraqualität. Honor hat dem 7X hier eine Dual Cam verpasst, die mit 16 Megapixeln auflöst und mit der zweiten zwei Megapixel starken Linse mehr Kontrast und Schärfe auf die Bilder zaubert. Seien wir hier ehrlich: Mittlerweile kommen kaum noch Smartphones mit schlechten Kameras auf den Markt und das Honor 7X macht hier keine Ausnahme.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Die Dual Cam des Honor 7X macht gute Bilder, wenn auch nicht überragende (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Bei normaler Beleuchtung sehen die Bilder ausreichend gut aus und sind für ein Smartphone dieses Preises vollkommen in Ordnung. Der Knackpunkt ist wie üblich die Low-Light-Performance im Dunkeln oder bei schlechter Beleuchtung, weshalb ihr hier natürlich keine Wunder von dem Sensor erwarten könnt. Insgesamt könnten die Bilder noch eine Spur farbenfroher sein, das ist aber vermutlich Geschmacksache meinerseits, da ich ein deutlich teureres Smartphone zum Knippsen nutze. Die Selfie-Cam löst übrigens mit acht Megapixeln auf und bringt wieder den Beauty-Mode zum Pimpen der Visage mit. Aber seht selbst (Bilder sind unbearbeitet und in Originalgröße):

Unter der schicken Haube

Wenn es um die Performance geht, greift ihr beim Honor 7X auf jeden Fall zum richtigen Device. Der eigens von der Mutterfirma Huawei produzierte Kirin 659-Prozessor macht mit seinen acht Kernen eine gute Figur und taktet vier davon mit 2,37 Gigahertz und die anderen vier mit 1,7. Vier Gigabyte RAM und ein 64 Gigabyte großer Speicher mit microSD-Slot zur Erweiterung runden das Paket dann anständig ab. Und 3340 mAh Akkuleistung bringen euch selbst als Poweruser gut durch den Tag.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Leider nicht mit dabei: Quick Charge (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Wenn ihr dann Mal laden müsst, passiert das leider nur per Micro-USB-Anschluss, was jetzt kein Beinbruch ist, aber bei zunehmender Verbreitung von USB-C natürlich cooler gewesen wäre. Das deutlich größere Manko ist dagegen das Fehlen von Quick Charge. Wenn ihr also zwischendurch mal schnell Strom nachtanken wollt, gibts leider nicht so schnell Prozente on top, wie bei anderen Devices.

Was noch fehlt, aber in Deutschland momentan eh noch nicht so wichtig ist, ist das Fehlen von NFC. In den Ländern, wo ihr mit dem Smartphone bezahlen könnt, braucht ihr die Funktechnologie halt eben. Ansonsten vereinfacht der Chip euch das Koppeln mit Bluetooth-Lautsprechern. Ich persönlich nutze das Feature nicht, deswegen ist es mir relativ egal, aber ich wollte es eben mal für diejenigen unter euch erwähnen, denen die Funktion wichtig ist.

Fingerabdrucksensor und weitere Features

Was dagegen nicht fehlt und ganz im Gegenteil ausgezeichnete umgesetzt ist, ist der Fingerabdrucksensor, den Honor dem 7X spendiert hat. Der ist wirklich verdammt schnell, sehr responsive und entriegelt das Device oder entsprechend unterstützende Apps im Bruchteil einer Sekunde. Auch wenn man das Feature eigentlich für selbstverständlich halten sollte, lässt dieses kleine Detail das Device nochmal eine Spur mehr premium wirken, passend zur Verarbeitung eben. Und an der richtigen Stelle angebracht und gut zu erreichen ist der Sensor ausserdem – nämlich auf der Rückseite in der Mitte, wo er meiner Ansicht nach hingehört.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Der Fingerabdrucksensor ist sauschnell und perfekt positioniert (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Wie von Honor bekannt, wird das Smartphone wieder mit dem Systeminterface EMUI in der Version 5.1 ausgeliefert, das sich in ein Android 7.0 einnistet. Oreo folgt dann im Laufe des ersten Halbjahres 2018. Ob man die Features, Anpassungen und kleinen Gimmicks von EMUI nun mag oder nicht, bleibt natürlich euch überlassen. Für mich persönlich macht Honor mit dem Aufsatz einen exzellenten Job und bläht das Betriebssystem nicht mit Bloatware voll, wie *hust* andere Hersteller.

Stattdessen gibt es Speichermanagement, das App Twin-Feature, mit dem ihr eine App klonen und euch mit anderen Anmeldedaten einloggen könnt, wie beispielsweise bei zwei Facebook- oder Instagram-Accounts und noch ein paar nette und hilfreiche Kleinigkeiten mehr.

Fazit

(Bild: Übergizmo)

Wer gerade ein schickes Smartphones zu Weihnachten sucht und nicht gleich gefühlt eine Hypothek aufs Haus aufnehmen will, um sich ein iPhone X leisten zu können, findet mit Honor 7X auf jeden Fall einen empfehlenswerten Kandidaten. Das Gehäuse macht wirklich einen edlen Eindruck, die Performance und der Akku sind vollkommen ausreichend. Und auch die Kamera und das Display machen im Vergleich zu anderen Devices in dieser Preisklasse einen besseren Job.

Quick Charge wäre noch ganz nett gewesen und vielleicht noch die gold-weiße Variante mit dem lifestyligen Charme für die weibliche Zielgruppe. Die Version kommt in anderen Ländern, aber erstmal nicht in Deutschland. Ansonsten gibts aber im Grunde nicht viel zu meckern und wer sich beeilt, kann sich bis zum 15. Januar 2018 unter diesem Link bei Honor 50 Euro Cashback holen, wenn ihn das Device überzeugt hat. Dann ist das Preis-/Leistungsverhältnis nämlich nahezu unschlagbar. 

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