Losgelöst von Mutter-App: Instagram testet Messenger Direct

Instagram Direct (Bild: Screenshot via The Verge)

Facebook baut seine Dominanz in Sachen Nachrichten-App weiter aus. Nach der Chat-Anwendung Messenger und dem Kurznahrichten-Dienst WhatsApp, der bekanntlich zum Mark-Zuckerberg-Imperium gehört, testet der Konzern nun eine abgekoppelte App-Variante der Messenger-Funktion Direct seines Foto- und Video-Dienstes Instagram.

Wie das Magazin The Verge berichtet, ist die separate App seit gestern für Android- und iOS-Geräte in sechs Ländern im Einsatz: Chile, Israel, Italien, Portugal, Türkei und Uruguay. Nächstes Jahr soll sie in weiteren Ländern eingeführt werden.

Der Grund für die Ausgliederung des Direct-Messengers: Instagram will damit sein volles Potenzial ausschöpfen. “Wir möchten, dass Instagram zu einem Ort für die privaten Momente wird, und der Kontakt mit Freunden ist ein wichtiger Aspekt davon”, teilt Instagrams Produktmanager Hemal Shah in einem Interview mit The Verge mit. “Innerhalb von Instagram ist Direct in den vier Jahren stark gewachsen, aber wir können es noch besser machen, wenn es alleine existiert.”

Installiert man die Stand-Alone-App, verschwindet die Inbox in der reguzlären Instagram-App automatisch. Ab sofort kann man nur über die Anwendung in Kontakt mit den Freunden treten. Dabei kann man sowohl Textnachrichten als auch Fotos verschicken. Öffnet man die App, gerät man automatisch in den Kamera-Modus. Mit einem Wisch nach unten, kann man Nachrichten schreiben. Wischt man nach rechts, gelangt man in die Einstellungen, umgekehrt geht es in die Inbox.

Eine App, eine Funktion

Facebook hatte 2014 schon die Messenger-Funktion aus der mobilen Version seines sozialen Netzwerks ausgegliedert. Laut Firmenchef Mark Zuckerberg schöpft eine mobile App dann ihr Potenzial am besten aus, wenn sie sich auf einen Aspekt konzentrieren. Das Konzept scheint aufzugehen. Die reinen Nachrichten-Apps von Facebook, der Messenger und WhatsApp, haben weltweit mehr als 1,2 Milliarden Nutzer. Ob Direct zu solchen Höhen aufsteigen wird, bleibt abzuwarten.

Bild: Screenshot via The Verge

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