YouTube arbeitet an eigenem Musik-Streamingdienst

(Bild: Rego Korosi, Flickr)

YouTube wagt den nächsten Versuch, einen Musik-Streamingdienst ins Leben zu rufen. Mit einem großen Musikverlag hat der Videodienst offenbar bereits einen Vertrag ausgehandelt. Mit zwei weiteren soll sich die Google-Tochter in Verhandlungen befinden.

Wie das Magazin Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, trägt YouTubes neuer Musikdienst den internen Namen Remix. Dabei soll es sich um eine gebührenpflichtige Plattform handeln, mit der YouTube gegen Branchengrößen wie Spotify, Apple Music und Amazon Music konkurrieren will. Im Angebot sollen sich neben Musiktiteln auch dazugehörige Musikvideos befinden.

Laut den Insidern habe YouTube für sein Vorhaben bereits einen Vertrag mit Warner Music Group, einem der drei großen Musikverlage, unterzeichnet. Mit den beiden anderen Großen der Branche befinde sich das Unternehmen seit mehr als einem Jahr in Verhandlungen: Sony Music Entertainment und Universal Music Group. Zudem soll es sich in Gesprächen mit Merlin befinden, dem Konsortium unabhängiger Musiklabels.

Googles Musikdienst-Versuche

Remix markiert den nächsten Versuch Googles, ins lukrative Geschäft mit Musikstreaming einzusteigen. Mit seinen anderen Vorstößen konnte sich der Internetkonzern nicht wirklich gegen die Konkurrenz von Spotify und den Musikangeboten von Apple und Amazon durchsetzen. Zu diesen gehört auch der seit 2011 bestehenede Musik-Streaming-Dienst Google Play Music, der bereits mehr als 35 Millionen Musiktitel zählt.

Im Jahr 2014 lancierte das Tochterunternehmen YouTube die Plattform Music Key, auf der werbefreie Musikvideos abrufbar waren. Der Dienst ging letztes Jahr über in den ebenfalls gebührenpflichtigen Service YouTube Red, auf dem Nutzer Videos aller Art sehen können, ohne von Werbung behelligt zu werden. Den Dienst baut Google immer mehr zu einer VoD-Plattform aus mit Serien- und Film-Angeboten.

Mit Exit würde YouTube den Akzent wieder auf Musik und Musikvideos legen. Zugleich könnte das Unternehmen mit der zusätzlichen Plattform neben Red eine klare Trennung zwischen Music on Demand und VoD ziehen. In Deutschland gibt es YouTube Red noch nicht, ob es YouTube Exit hierher schaffen wird, bleibt abzuwarten. In den USA soll der neue Dienst im März nächsten Jahres online gehen.

Tags :Quellen:Bloomberg

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