Zukunftsstudie: Viele Deutsche würden Sex mit Roboter haben

Bild: BR

Zukunft macht neugierig. Technologischer Fortschritt ebenfalls. Doch sind wir bereit, uns auf jede technische Innovation einzulassen? Wie sieht es zum Beispiel mit Sex im digitalen Zeitalter aus? Oder noch konkreter gefragt: Wie halten wir es mit den Themen Sex und Liebe mit künstlichen Menschen? Eine Studie von BR, ARTE, ORF und dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) ist da zu überraschenden Ergebnissen gelangt.

Laut der “Zukunftsstudie Homo Digitalis” zeigen sich viele Deutsche durchaus aufgeschlossen, wenn es um digitalen Sex geht. Etwa 20 Prozent würden sogar gerne einmal mit einem Roboter schlafen. Gegenüber ihrem Partner aus Fleisch und Blut bräuchten sie dabei nicht einmal ein schlechtes Gewissen haben. Denn mehr als die Hälfte – rund 54 Prozent – würde sich nicht daran stören, sollte sich ihr Partner tatsächlich mit einem Roboter vergnügen.

Allerdings stößt die Maschinen-Libido auch an ihre Grenzen. Wenn das Thema Liebe berührt wird, ist die Mehrheit der Deutschen doch eher romantisch eingestellt. Für 70 Prozent kommt Liebe mit einem Roboter nicht in Frage. Sechs Prozent können sich nicht vorstellen, sich in eine humanoide Maschine zu verlieben. “Das deutet darauf hin, dass Sexroboter vor allem als Spielzeug und nicht als Menschen-Ersatz wahrgenommen werden”, sagt Kathrin Pollmann, verantwortliche Wissenschaftlerin am IAO.

Das Zukunftsprojekt

Die Zukunftsstudie ist Teil eines internationalen Internetprojekts, zu dem auch eine siebenteilige Webserie mit dem Titel “Homo Digitalis” zählt. Ziel ist es, die Auswirkungen der digitalen Revolution auf den Menschen zu untersuchen. Die Umfrage-Ergebnisse erlangen die Forscher dabei selten mittels klassischer Multiple-Choice-Fragen. Vielmehr nehmen die Probanden an diversen “wissenschaftlichen Games” teil, so die Studienleiter, wobei sie ihre Ergebnisse in Echtzeit mit den Antworten anderer Nutzer vergleichen können.

Zudem haben die Projektveranstalter auf Facebooks Chat-App Messenger einen Chatbot gestartet, wo sich die Teilnehmer den Fragen stellen können. Alternativ können sie den Zukunftstest auf der Webseite www.homodigitalis.tv machen. “Für uns ist die Studie auch ein Experiment, wie wir Umfragen so gestalten können, dass der Nutzer Spaß daran hat”, so Pollman. Auf beiden genannten Plattformen kann man an dem Projekt noch bis zum Frühjahr 2018 teilnehmen.

Alle Folgen der Webserie können auf www.homodigitalis.tv eingesehen werden. Im Fernsehen ist die Serie ab dem 25. Januar 2018 jeweils ums 23:45 Uhr im BR Fernsehen zu sehen.

Tags :Quellen:BR Mediathek/Homo DigitalisFraunhofer IAO
  1. Keine Sorge, diese Hoffnung wir von chronisch frustrierten Feministinnen als Inspiration für sexuelle Gewalt an Frauen gewertet und alsbald verboten.

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