So könnten sich Smartphone-Displays bald selbst reparieren

iPhone 8 (Bild: Apple)

Ein gesprungenes oder gar zerbrochenes Display, oder eigentlich des Glases das den Screen überzieht, ist DIE Standardkrankheit der Smartphones. Denn das Telefon ist nun einmal ein Gebrauchsgerät und damit ständig der Tollpatschigkeit der Nutzer und Umwelteinflüssen ausgesetzt. Nahezu jedem einzelnen von uns ist deshalb schon einmal ein Sprung in das Display gekommen – mindestens. Verschlimmert wird das Ganze noch, wenn man ein Telefon mit Glasrückseite hat, wie das Galaxy S8 oder beim iPhone 8.

An dieser Tatsache haben auch neue Entwicklung bei der Verbesserung des Glases nichts geändert, das das Display gemeinhin überzieht. Auch die vermeintlich unzerstörbaren Gorilla-Gläser sind nicht allem gewachsen. Und den Screen mit Plastik zu überziehen ist auch keine gute Idee, denn Glas fühlt sich bei der Bedienung einfach besser an. Und ist das Display erst einmal beschädigt, muss meist das ganze Modul ausgetauscht werden. Das kann gleich mal mehr als 100 Euro kosten, in manchen Fällen sogar 200 Euro und mehr.

Display-Oberfläche sollte eigentlich ein Kleber werden

Forscher der Universität Tokyo haben jetzt aber offenbar die Lösung schlechthin gefunden. Ihr Polymer namens „polyether-thioureas“ hat neben den meisten Eigenschaften von Glas auch noch eine besondere Fähigkeit: Denn nur mittels Druck können sich zwei nebeneinanderliegende, zueinanderpassende Teile aus diesem Material annähernd nahtlos zusammenfügen. Dafür reichen die Zimmertemperatur und der Druck, den ein Mensch mit beiden Händen zustande bringt, offenbar aus. Innerhalb weniger Stunden habe das „zusammengeschweißte“ Material wieder die ursprüngliche Stabilität.

Erfunden wird das Polymer durch Zufall. Das eigentliche Ziel war die Entwicklung eines Klebers. Wann erste Display-Oberflächen aus diesem Material hergestellt werden können, ist aber noch nicht absehbar.

Tags :Quellen:TechRadar

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