Test: Moto Z2 Force – Modulares Smartphone mit bruchfesten Display

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Das Moto Z2 Force ist modular und lässt sich optional in eine 360-Grad-Kamera, einen Amazon Alexa-Speaker und ein Gamepad verwandeln. Wie unser Eindruck des Flaggschiff-Smartphone von Motorola ist, erfahrt ihr jetzt.

Moto Z2 Force

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Moto Z2 Force
(Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Das neue Flaggschiff-Smartphone aus dem Hause Motorola hört auf den Namen Moto Z2 Force. Es kommt mit einer wechselbaren Rückseite daher, welches es optional mit den Moto Mods durch Ansteckmodule um weitere Funktionen ergänzen lässt. Doch bevor wir auf die modularen Eigenschaften des Z2 Force eingehen, schauen wir uns erstmal das Smartphone mit dem bruchfesten Display im Detail an.

Design und Verarbeitung

Das Design des Moto Z2 Force ist auf den ersten Blick sehr schlicht. Rechts am Gehäuse befinden sich zwei kleine Knöpfe zur Lautstärkesteuerung, darunter der geriffelte Ein- und Ausschalter. Diese Knöpfe sind für unseren Geschmack einen Ticken zu hoch verbaut worden, denn kleine Hände erreichen nur mit Mühe die Volumensteigerungstasten bei der einhändigen Bedienung. Der linke Gehäuserand bleibt kahl und oben ist lediglich der Sim-Kartenslot eingelassen.

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

An der Unterseite des Gehäuses verbaut Motorola den USB-Type-C Anschluss zum Laden des neuen Flaggschiffs, der gleichzeitig als Output für die Audiowiedergabe fungiert. Denn Motorola verzichtet beim Moto Z2 Force komplett auf den klassischen 3,5-Millimeter Klinkenanschluss, ein Adapter liegt jedoch im Zubehör bei. Die Rückseite des Moto Z2 Force lässt es ein bisschen wie einen Prototypen aussehen, die Kamera steht hervor, darunter prangt das Moto-Logo, sowie eine Magnet-Kontaktleiste für die Verbindung mit dem Moto Mods. Motorola liefert eine geriffelte Stoffabdeckung ohne weitere Funktionen mit, die als Cover die Rückseite schmückt, solange keine Mods angeknüpft sind. Diese Rückseite gefällt uns gut, denn sie ist nicht anfällig für Fingerabdrücke und bettet die rückseitige Kamera ein, so dass diese nicht mehr hervorsteht.

 

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

In der Front befindet sich klassischer Weise die Kamera für Selfies und Videochat, sowie ein im Homebutton integrierter Fingerabdruckscanner. Gerade das Dual-LED-Blitzlicht der Frontkamera sticht aus dem ansonsten sehr schwarzen und dunkeln Design hervor. Das Moto Z2 Force liegt zwar gut in der Hand, besitzt jedoch scharfkantige Displayränder, die es teilweise unangenehm zu halten machen. Insgesamt gefällt uns zwar das Design des Moto Z2 Force, allerdings ist gerade die Front wenig experimentierfreudig und orientiert sich an zahlreichen Vorgänger-Modellen von Motorola. Die Verarbeitung ist jedoch sehr hochwertig, sowohl die des Smartphones, wie auch der Moto Mods.

Bruchfestes Display

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Sprünge und Risse im Display der Smartphones kennen wir alle. Sobald der tägliche Begleiter aus der Hand rutscht und ungünstig auf dem Boden aufschlägt ist es um das Display geschehen. Doch Tollpatsche können jetzt aufatmen, denn das Moto Z2 Force besitzt ein bruchfestes Display. Vier Jahre lang garantiert euch Motorola, dass das Display ohne „Spider-Man-App“ daherkommt. Dazu verbaut Motorola mehrere Kunststoffschichten im Display, die es nicht zersplittern lassen. Das 5,5-Zoll Display mit QHD-Auflösung und 16:9 Format ist damit sehr robust. Allerdings überzieht der Hersteller es mit einer Schutzfolie die sehr anfällig für Kratzer und Fingerabdrücke ist.

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Außerdem leidet unten den Kunststoffschichten die maximale Helligkeit des Displays. Dunkle Wintertage sind dabei kein Problem, doch bei strahlendem Sonnenschein wird es schwer, etwas auf dem Display zu erkennen. Dennoch gefällt uns das Display des Moto Z2 Force sehr gut, denn Smartphones sind teure alltägliche Nutzgegenstände und der Displayschutz kann bei uns punkten.

Hardware, Software und Akku

Bei der verbauten Hardware zeigt das Moto Z2 Force, dass es im Flaggschiff-Bereich einzuordnen ist. Im Inneren werkelt der Qualcomm Snapdragon 835 Prozessor mit der Unterstützung von satten 6 GByte RAM. 64 GByte interner Speicher stehen euch zur Verfügung, der sich mittels microSD-Karte erweitern lässt.

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Die hochwertigen Hardwarekomponenten harmonieren sehr gut miteinander und sorgen für eine reibungslose, ruckfreie Nutzung. Als Betriebssystem kommt Android 7.1.1 Nougat zum Einsatz, welches durch Motorola Features wie zum Beispiel die Gestensteuerung ergänzt wird. Bei der Performance und der Bedienung zeigt das Moto Z2 Force, was in ihm steckt. Dafür schwächelt es etwas in Sachen Akkukapazität. Motorola verbaut im neuen Flaggschiff einen 2.720 mAh Akku. Gerade im Flaggschiff-Bereich sind stärkere Akku mit rund 3.000 mAh fast schon Standard.

Kamera

Die Frontkamera besitzt ein eigenes Dual-LED-Blitzlicht, welches optisch aus dem dunkeln Design hervorsticht. Sie kommt mit 5 Megapixeln daher und schießt ausreichende Selfies für die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Instagram.

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Die rückseitige Kamera ist eine Dual-Kamera. Beide Linsen kommen jeweils mit 12 Megapixeln und einer f/2.0 Blende daher. Ein Bildstabilisator ist nicht mit an Bord, so dass verwackelte Bilder vorprogrammiert sind. Zwar stehen der von Moto bekannte Tiefen- und Profimodus in der Kamerasoftware zur Verfügung, allerdings haben uns die Aufnahmen der rückseitigen Kamera vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen enttäuscht. Von einem 800 Euro Smartphone erwarten wir mehr.

Die Moto Mods des Moto Z2 Force

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Drei verschiedene Mods haben wir uns für euch angesehen. Zum einen ein Gamepad, der das Moto Z2 Force in eine mobile Spielkonsole verwandelt. Außerdem noch den Alexa-Speaker, sowie die 360-Grad-Kamera. Das Gamepad für rund 90 Euro gefällt uns ganz gut. Das Smartphone liegt sicher und fest im Kontroller. Neben den neuen Bedientasten gibt es an der Unterseite des Gamepads eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse für Kopfhörer und einen USB-Type-C-Ladeanschluss. Durch den Aufsatz erhaltet ihr weitere 1.035 mAh Stunden Akkulaufzeit. Allerdings fühlt sich der Kunststoff-Mod sehr leicht an und wirkt nicht sehr robust. Dennoch eine tolle Idee, die uns gefällt.

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Der Amazon Alexa Speaker Mod ist recht schwer und klobig. Für rund 120 Euro könnt ihr ihn optional zum Smartphone dazu kaufen, jedoch begeistert uns der Speaker mit fünf integrierten Mikrofonen nicht wirklich. Grund dafür ist, dass das Smartphone mit dem Aufsatz kaum genutzt werden kann, Alexa auch über die eigene Smartphone-App ganz ohne Mod steuerbar ist und der Preis einfach zu hoch ist. Dazu empfiehlt es sich mehr, einen extra Speaker zu kaufen, welcher auch Alexa-fähig ist, wie zum Beispiel die Amazon Echos oder Dots.

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Die 360-Grad-Kamera ist der teuerste Moto Mod. Sie liegt preislich bei rund 280 Euro, begeistert uns jedoch auf voller Linie. Der 360-Grad-Kamera-Mod wird einfach ans Smartphone angesteckt und schon könnt ihr Bilder und Videos im 360-Grad-Modus aufnehmen. Die Kamera verleitet geradezu zum Ausprobieren und Experimentieren. Die Aufnahmen werden direkt in der Galerie gespeichert und können vor dort aus betrachtet werden. Allerdings ist der Mod ausschließlich für das Moto Z2 Force nutzbar und nicht wie andere 360-Grad-Kameras in diesem Preissegment mit jedem Smartphone.

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Moto Z2 Force (Bild: Übergizmo / Marina Ebert)

Preis und Verfügbarkeit

Das Moto Z2 Force, sowie alle vorgestellten Moto Mods sind bereits in Deutschland erhältlich. Das Moto Z2 Force kommt mit einem Preis von rund 800 Euro daher und ist damit definitiv kein Schnäppchen. Vor allem ist es ohne die zusätzlichen Moto Mods etwas überteuert, denn vor allem die rückseitige Kamera hinkt im Vergleich zu anderen Smartphones in diesem Preissegment hinterher. Das Gamepad ist mit einer UVP von 89 Euro noch der günstige Mod der Reihe. Den Alexa Speaker könnt ihr für rund 120 Euro erwerben. Für den 360-Grad-Kamera-Aufsatz müsst ihr jedoch wieder tief in die Tasche greifen, dieser liegt preislich bei rund 280 Euro und kostet damit so viel, wie manch andere Smartphones.

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Fazit

Das Moto Z2 Force ist kein Smartphone für jedermann. Es kann mit seiner Performance und dem bruchfesten Display bei uns punkten. Auch die Idee des modularen Smartphones mit wahlweise neuen Funktionen durch unterschiedliche Aufsätze gefällt uns sehr. Nur die Kamera überzeugt uns nicht. Außerdem finden wir das Ganze zu teuer, denn das Smartphone mit seinem Preis von rund 800 Euro ist nicht gerade ein Schnäppchen. Für die Moto Mods müsst ihr zusätzlich in die Tasche greifen. Die Verarbeitung des Smartphones, sowie der Mods ist hochwertig und wer auf der Suche nach einem modularen Smartphone ist, der liegt mit dem Moto Z2 Force goldrichtig.

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