Kampf gegen Klimawandel: China verbietet Bau von 553 Automodellen

(Bild: Jensbn~commonswiki)

China nimmt den Kampf gegen Umweltverschmutzung und Klimawandel ernst. In einem weiteren Erlass zur Reduktion der CO2-Emission legt sich die Volksrepublik einmal mehr mit der internationalen Autoindustrie an. Sie hat zum Jahreswechsel den Bau mehrerer hundert Automodellen untersagt. Auch deutsche Hersteller sind von dem Verbot betroffen.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua Silvester berichtet, hat China den Produktionsstopp von 553 Automodellen veranlasst. Die Fahrzeuge würden nicht die staatlichen Verbrauchsstandards erfüllen, heißt es. Das Verbot soll bereits gestern in Kraft getreten sein.

Von der Entscheidung sind mehrere Joint-Ventures betroffen, an denen auch die deutschen Automobilhersteller Volkswagen und Daimler betroffen sind, wie das Magazin Bloomberg berichtet. VW, Audi und der chinesische Partner First Automotiv Works dürfen demnach nicht mehr unter dem Dach von FAW-Volkswagen einen Audi produzieren. Beijing Benz Automotiv, an dem Daimler beteiligt ist, muss die Produktion einer Mercedes-Limousine einstellen.

Der Schritt markiert die nächste Stufe im Konflikt zwischen China und der internationalen Autobranche. Das Land hat der Umweltverschmutzung und dem Klimawandel den Kampf angesagt. Die Reduktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren und der Umstieg auf Elektrofahrzeuge sind wichtige Instrumente, um dieses Ziel zu erreichen.

Der Umwelt oder der Wirtschaft zuliebe?

Mit Subventionen emissionsarmer Autos und Plänen für Elektroauto-Quoten geriet das Land wiederholt auf Widerstand der Autobranche. Zumal die Maßnahmen offenbar nicht nur der Umwelt dienen, sondern auch wirtschaftlich motiviert sind. Mit der Förderung der Elektromobilität möchte die Volksrepublik auch die heimische Autobranche stärken.

Tags :Quellen:XinhuaBloomberg

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