Bosch präsentiert Smart-City-Technologien auf der CES

Bosch zeigt auf der CES 2018 Technologien für die Smart City

Elektronikhersteller Bosch rüstet sich für die Zukunft und zeigt auf der heute begonnenen Electronic Consumer Show, wie er sich diese vorstellt. Die steht offenbar ganz im Zeichen der intelligenten Stadt.

“Für die Smart City bietet Bosch wie kaum ein anderes Unternehmen ein umfassendes Produktportfolio, domänenübergreifende Expertise sowie eine hohe Kompetenz bei Sensorik, Software und Services – und das aus einer Hand”, sagt Dr. Stefan Hartung, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung auf der CES in Las Vegas.

Das auf der CES präsentierte Smart City Produktportfolio enthält auch das Mikroklima Monitoring-System Climo, das Bosch gemeinsam mit dem Chiphersteller Intel entwickelt hat. Das Gerät misst und analysiert den Herstellern zufolge insgesamt zwölf Parameter, die für die Luft wichtig sind – darunter Gase wie Kohlendioxid und Stickoxid, aber auch die Temperatur und die relative Feuchtigkeit.

“Luftqualität zählt zu den größten Herausforderungen von Städten. Dank smarter Technologien können Städte schneller und gezielter Maßnahmen für die Verbesserung der Luftqualität ergreifen. Voraussetzung dafür ist die präzise Ermittlung von Messwerten”, heißt es seitens Boschs in Bezug auf seine Mini-Wettermessgerät. Climo sei hundert Mal kleiner als herkömmliche Systeme und koste nur ein Zehntel.

Smart City ist ein Muss

Bosch sieht in der rapiden Entwicklung moderner Metropolen einen Grund für die Notwendigkeit der Erforschung und Entwicklung smarter Technogien für Städte. Laut einer Studie der Vereinten Nationen werden bis 2050 etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Vor vier Jahren war es nur die Hälfte. In asiatischen Metropolen wie Peking sind die Folgen der Urbanisierung schon heute zu spüren.

Auf diese Herausforderung glaubt die High-Tech-Branche mit technologischen Innovationen reagieren zu müssen. Auch Bosch ist davon überzeugt, dass vor allem intelligente Systeme die Städte vor dem Untergang bewahren können: “Wir müssen Städte neu denken”, sagt Hartung. Ohne intelligente Technologien und vernetzte Geräte würde keine Stadt auf Dauer überleben. Den Städten drohe der Kollaps.

Bei allen Weltrettungsidealen sind Smart-City-Technologien für Konzerne wie Bosch auch ein lukratives Geschäft. Nach einer von Bosch in Auftrag gegebenen Studie wächst der Markt jährlich um 19 Prozent und wird 2020 ein Volumen von 800 Milliarden US-Dollar (680 Milliarden Euro) erreichen. “Die Smart City war lange eine Vision, wir verhelfen ihr jetzt zur Realität. Bosch ist optimal aufgestellt, um den Weg in die intelligent vernetzte Stadt technisch und wirtschaftlich zum Erfolg zu machen”, sagt Hartung.

Boschs Smart-City-Projekte

Bosch hat bereits einiges getan, um ein möglichst großes Stück vom Kuchen abzubekommen. Der Konzern ist eigenen Aussagen zufolge derzeit weltweit an 14 Smart-City-Projekten beteiligt, unter anderem in den Städten San Francisco, Singapur, Tianjin, Berlin und Stuttgart. Weitere sollen folgen. Zu den Projekten gehören etwa die 5.000 Straßenlaternen mit intelligenter LED-Beleuchtung, die der Konzern in San Francisco errichtet hat.

Dazu gehört aber auch das System der digitalen Überwachung von Flüssen zur frühzeitigen Erkennung von Überschwemmungen. Auch diese Technologie, das so genannte Flood Monitoring System, stellt Bosch auf der diesjährigen CES vor. Die weltweit größte Messe für Unterhaltungselektronik findet ab heute bis kommenden Freitag statt.

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