Detroit Auto Show: Ford will elf Milliarden Dollar in E-Fahrzeuge investieren

Ford Edge ST

Der US-Automobilhersteller Ford will in den nächsten Jahren kräftig in Elektromobilität investieren. Wie der Firmenmanager Jim Farley auf der seit dem 13. Januar in Detroit stattfindenden Automesse North American International Auto Show erklärte, will der Konzern deutlich mehr für Elektroautos ausgeben, als dies bisher kommuniziert worden war.

In einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Bloomberg im Rahmen der Detroit Auto Show erklärte Farley, dass Ford bis 2022 über elf Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund neun Milliarden Euro) in elektrisch betriebene sowie Hybridfahrzeuge investieren werde. Das ist deutlich mehr, als der Konzern ursprünglich geplant hatte. Ende 2015 hieß es, dass Ford bis 2020 etwa 4,5 Milliarden Dollar für den Ausbau einer Elektroauto-Flotte ausgeben wolle.

“Mit den elf Milliarden US-Dollar sind wir voll dabei”, sagte Farley in dem Gespräch mit dem Bloomberg-Journalisten David Westin. “Die Frage ist nur: Werden die Kunden mit uns den Weg gehen? Wir denken, das werden sie”, so der Manager.

Mit dem Geld will Ford bis zum genannten Jahr rund 40 Elektroautos auf den Markt gebracht haben, wie Farley weiter erklärte. Davon würden 16 Fahrzeuge ausschließlich batteriebetrieben sein, der Rest werde aus Hybridmotoren bestehen. Ein Modell nannte Ford bereits beim Namen. Der Mach 1, ein Elektro-SUV, soll in zwei Jahren in den Handel kommen.

Ford hat mit dem Focus bisher nur ein Elektrofahrzeug auf dem Markt. Laut Medienberichten soll der Autokonzern ab 2020 auch seinen Bestseller, den Pick-up-Truck F-150, als Hybrid-Variante herausbringen.

Antriebsmotor Tesla

Der traditionsreiche US-Automobilhersteller befindet sich immer mehr unter Druck. Letztes Jahr wurde er von Elektro-Pionier Tesla als in Punkto Markenwert übertroffen. Weshalb Firmenchef Mark Field durch Jim Hackett ersetzt wurde. Der rief sodann eine neue Firmenagenda aus. Während einige Modelle aufgegeben werden sollen, soll der Akzent künftig vor allem auf SUVs und Trucks liegen. Zudem soll das Thema Elektromobilität stärker in den Vordergrund rücken.

Noch ist der Anteil von Elektroautos in den USA gering. Laut Bloomberg befinden sich in den Staaten derzeit weniger als ein Prozent E-Fahrzeuge im Umlauf. Angespornt von der Konkurrenz durch Tesla und andere E-Auto-Hersteller forcieren in den USA neben Ford auch andere große Automobilkonzerne ihre Investitionen in Elektromobilität. Rivale General Motors will bis 2023 rund 20 E-Fahrzeuge anbieten. Aber auch Volkswagen will in Nordamerika sein Geschäft mit E-Modellen ausbauen. Der Wolfsburger Auto-Hersteller will bis 2020 rund 3,3 Milliarden Dollar (2,8 Milliarden Euro) investieren. Bis dahin sollen auf dem US-Markt jährlich mindestens zwei Elektrofahrzeuge erscheinen.

Bild: Ford präsentiert auf der diesjährigen  Detroit Auto Show auch den neuen Ford Edge ST (Quelle: Ford).

Tags :Quellen:Bloomberg

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