Generation immer online: So bestimmen Smartphones, WhatsApp und Co. das Leben Jugendlicher

(Foto: Shutterstock)

Die Digitalisierung hat in unseren Gesellschaften längst Einzug gehalten und ist dabei, unser Leben grundlegend zu verändern. Vor allem für junge Menschen sind digitale Medien und Plattformen nicht mehr wegzudenkende Faktoren im Alltag. Als Generation Z bezeichnet man heute die 14- bis 18-Jährigen, also die zweite Generation der Digital Natives, für die der Umgang mit digitalen Technologien selbstverständlich geworden ist. Wie wesentlich Smartphones, Internet, soziale Netzwerke und Co. das Leben der Jugendlichen mittlerweile prägen, verdeutlicht eine Studie der Hamburger Kreativagentur Elbdudler und des Marktforschungsinstituts YouGov.

Demnach ist das Smartphone unverzichtbarer Bestandteil im Leben nahezu aller Mitglieder der Generation Z. Ganze 98 der befragten Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren geben an, im Besitz eines internetfähigen Handys zu sein. 42 Prozent haben das Smartphone immer bei sich, während rund die Hälfte (51 Prozent) häufig aktiv ist und ihr Smartphone zumindest immer griffbereit hat.

Von der Dominanz von Smartphones und anderer internetfähiger Geräte profitieren auch und vor allem soziale Netzwerke. Vor allem WhatsApp können sich viele Jugendliche nicht mehr aus ihrem Leben wegdenken. Jeder zweite der Befragten öffnet direkt nach dem Aufstehen die Messenger-App. Bei einer einmaligen Nutzung bleibt es dabei nicht. Im Laufe des Tages werden soziale Plattformen immer wieder genutzt, wobei vor allem YouTube und Instagram die höchste Relevanz haben. Googles Videodienst wird von 69 Prozent der Generation Z mehrfach täglich angesteuert, die Facebook-Tochter nutzen 65 Prozent der Befragten.

Lösungen für zukünftige Veränderungen

“Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Mediennutzung und Konsumverhalten der Generation Z mit denen voriger Generationen nur noch wenig gemein haben. Werbetreibende und Medienunternehmen stehen nun vor der Herausforderung, dem aktuellen ‘Generationen-Spagat’ zu begegnen und zugleich bereits Lösungen für die daraus entstehenden, zukünftigen Veränderungen zu entwickeln”, erklärt Christopher Rohs, Geschäftsführer Strategie bei Elbdudler.

Letzteres gilt vor allem für den Einzelhandel und die traditionellen Unterhaltungsmedien. Erstere Branche wird immer mehr vom Online-Handel verdrängt, sind es von den Jugendlichen doch bereits 60 Prozent, die hin und wieder online einkaufen. Knapp 17 Prozent geben an, häufig via Internet einzukaufen. Besonders betroffen von dem Paradigmenwechsel sind auch Fernsehanstalten. Denn bereits ein Drittel der Jugendlichen schaut kein fern mehr. Dagegen sind Streaming-Dienste auf dem Vormarsch. Nahezu alle Mitglieder der Generation Z (97 Prozent) schauen Filme und Serien lieber online.

Für die repräsentative Jugendstudie 2018 wurden vom 24. November bis 1. Dezember 2017 insgesamt 500 Jugendliche im Alter 14 bis 18 Jahren zu ihrem Umgang mit digitalen Medien und sozialen Plattformen befragt.

Tags :Quellen:Elbdudler YouGov
  1. Und das ganze mit totalen lebenslangen Überwachung des Handelns (und Denkens) jedes beteiligten Individuums. Nicht dran Teilzunehmen ist beinahe unmöglich, weil man sich fast vollständig von der sozialen Kommunikation und Entwicklung selbst ausschließen würde. Die nationalen Gesetzgeber müssten dem entgegen wirken, aber genau das wollen die nicht, weil die auch Interesse an den erschnüffelten Bürgerdaten haben. Schlimmer als Orwell Autor es ahnte.

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