Hoch hinaus und tief hinunter: Elon Musks über- und unterirdische Pläne

Tesla-Chef Elon Musk präsentiert den neuen Roadster

Elon Musk hat mal wieder Großes angekündigt. Für den Tesla- und SpaceX-Chef hat die Marsbesiedlung höchste Priorität, denn der Untergang der Erde scheint angesichts des Klimawandels und eines möglichen Dritten Weltkrieges unabwendbar. Außerdem hat der Unternehmer eine kleine, aber entscheidende Neuausrichtung der Ziele seiner Boring Company angekündigt.

Auf der Technik-Messe South by Southwest (SXSW) sprach Musk über seine Marspläne. Die Besiedlung des roten Planeten ist demnach von größter Dringlichkeit. Denn nur durch dessen Kolonisation kann offenbar die Weiterexistenz der Menschheit im Falle eines Dritten Weltkrieges gewährleistet werden.

“Falls es einen Dritten Weltkrieg gibt, dann sollten wir sicherstellen, dass es anderswo genügend menschliche Zivilisation gibt, um sie zurückzubringen und das dunkle Zeitalter zu verkürzen”, sagte Musk im Gespräch auf der Messe. Klingt nach Science Fiction? Ein bisschen, denn die Fragen auf der Veranstaltung stellte Musks Kumpel, der Sci-Fi-Film- und -Serien-Schöpfer Jonathan Nolan (“Westworld”, Drehbuchautor von “Interstellar”).

Doch nicht nur der Dritte Weltkrieg oder der Klimawandel bedrohen Erde und Menschheit. Auch unsere Technik, im Besonderen die künstliche Intelligenz, an der seine Firmen übrigens eifrig forschen, bereitet Musk große Sorgen. Diese sei weitaus gefährlicher als Atomwaffen, betont er auf der Veranstaltung. Weshalb er eine Art Regulierungsbehörde vorschlägt, die sicherstellen soll, dass bei der Entwicklung künstlich intelligenter Systeme alles reibungslos verläuft.

Änderungen hinsichtlich des Hyperloop-Projekts

Dass Musk nicht nur hoch hinaus will, sondern es ihn auch in die Tiefe zieht, verdeutlichen seine Ambitionen mit seiner Firma The Boring Company. Hier hat der 46-Jährige eine kleine, aber nicht unwesentliche Richtungsänderung bekanntgegeben. Zwar plant er nach wie vor, unter der Erde ein dichtes Röhrensystem zu bauen, um Menschen über so genannte Hyperloop-Pods von A nach B zu transportieren.

Allerdings sollen zunächst nicht – wie ursprünglich geplant – Autos befördert werden, sondern erst Fußgänger und Radfahrer. Der Transport von Fahrzeugen soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Das sogenannte Urban Loop System wäre mit “tausenden Stationen” ausgestattet, an denen kleinere Fahrzeuge eine Gruppe von Menschen aufnehmen und sie an ihr Ziel befördern könnte. Auf Twitter hat Musk ein Animationsvideo veröffentlicht, welches das Konzept veranschaulicht.

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